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Die Berücksichtigung und Gewichtung der Interessen der Arbeitsvertragsparteien im Rahmen des kollektiven und allgemeinen Weiterbeschäftigungsanspruchs des Arbeitnehmers

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Tobias Schommer

Die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers nach Ablauf der Kündigungsfrist ist die bedeutendste Maßnahme des vorläufigen Bestandsschutzes von Arbeitsverhältnissen. Da eine unterlassene Beschäftigung ebenso wenig nachgeholt werden kann, wie eine unberechtigte Weiterbeschäftigung ungeschehen gemacht werden kann, kommt dem Interessenausgleich als Grundlage für die Entscheidung über die Weiterbeschäftigung die entscheidende Bedeutung zu. In der Interessenabwägung liegt bisher der Schwachpunkt, weil weithin lediglich Abwägungsergebnisse präsentiert werden, die mangels näherer Begründung und Präzisierung zu inakzeptablen Rechtsunsicherheiten führen. Der Autor stellt die Interessenabwägung auf ein rechtssicheres Podest, indem er untersucht, wo überhaupt Raum für eine Interessenabwägung gegeben ist, die konkret geschützten Interessen feststellt und die Grundsätze für deren Gewichtung erarbeitet.
Aus dem Inhalt: Der kollektive Weiterbeschäftigungsanspruch gem. § 102 Abs. 5 BetrVG – Der allgemeine Weiterbeschäftigungsanspruch nach der Entscheidung des Großen Senats des BAG vom 27. Februar 1985 – Vorläufige Weiterbeschäftigung als einstweiliger Rechtsschutz – Leitgedanken des Bestandsschutzes – Kritik der Ermittlung und Gewichtung der Interessen in Rechtsprechung und Literatur – Ermittlung der abwägungsrelevanten Interessen – Vorgaben zur Gewichtung der Interessen – Gesetzeskonformes Modell der Interessenabwägung.