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Verkehrte Sexualität – ein umstrittenes Pauluswort

Eine exegetische Studie zu Röm 1,26f. in der Argumentationsstruktur des Römerbriefes und im kulturhistorisch-sozialgeschichtlichen Kontext

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Angelika Winterer

Die Verse Röm 1,26f. gehören zu den umstrittensten in der gesamten Paulus-Forschung. Einerseits gelten sie als der neutestamentliche Beleg für die Qualifizierung von Homosexualität als Sünde. Andererseits gibt es Tendenzen, die Relevanz dieser Verse für die Bewertung des Phänomens der Gleichgeschlechtlichkeit herunterzuspielen. Beide Sichtweisen wirken stark interessengeleitet. Eine möglichst unvoreingenommene Analyse der paulinischen Aussage über den «Verkehr wider die Natur» scheint daher dringend geboten. Die Studie möchte dazu einen Beitrag leisten. Sie beleuchtet Röm 1,26f. unter zwei Gesichtspunkten: zum einen im kulturhistorisch-sozialgeschichtlichen Kontext, zum anderen innerhalb der Argumentationsstruktur des Römerbriefes als ganzem.
Aus dem Inhalt: Gleichgeschlechtliches Verhalten - eine Form von sexuellem (Fehl)verhalten: Gleichgeschlechtliches Begehren in der heidnischen Umwelt des Paulus, speziell in Rom - Gleichgeschlechtliches Begehren in der jüdischen Umwelt - Gleichgeschlechtliches Begehren im Urchristentum – Sexuelles Fehlverhalten - eine Folge einer verkehrten Gottesbeziehung: Die Funktion des Römerbriefes insgesamt - Die Funktion von Röm 1,18-32 innerhalb des Römerbriefes - Die Funktion von Röm 1,26f. – Die Rezeptionsgeschichte von Röm 1,26f. – Hermeneutische Überlegungen.