Show Less
Restricted access

In und mit der Fremde

Über Identität und Diaspora im Ostjudentum

Series:

Dorothee Gelhard

Deutsche und polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die teilweise schon jahrelang literaturwissenschaftlich über das Judentum arbeiten, wurden gebeten, einen Beitrag zu dem Thema «Identität und Diaspora im Ostjudentum» zu verfassen. Schon der jeweils gewählte wissenschaftliche Zugang ist dabei aufschlussreich. Es geht nämlich nicht um ein Weiterschreiben des romantifizierenden Mythos’ «Ostjudentum» oder um eine verklärende Darstellung des Schtetl-Lebens, sondern der Band versteht sich als Einladung an den Leser, über das gegenwärtige Wiederentdecken des Ostjudentums nachzudenken und sich der Art und Weise, wie dies geschieht, bewusst zu werden.
Aus dem Inhalt: Dorothee Gelhard: Einführung – Elvira Grözinger: «Polin - Du bist wie die Gesundheit...». Die polnischen Juden und das Exil – Jadwiga Kita: Auf der Suche nach dem Ort der Zugehörigkeit. Identität und Diaspora als zentrale Themen in der polnisch-jüdischen Lyrik der Zwischenkriegszeit – Sabine Koller: Identität zwischen den Welten. An-Skis Dibuk in Russland und Polen – Eugenia Prokop-Janiec: Schulz und der galizische Schmelztiegel der Kulturen – Monika Adamczyk-Garbowska: In Kuzmir muz men seyn: The Shtetl of Kazimierz on the Vistula in Yiddish and Polish Literature – Maria Kłańska: «Mir ist der erneute Anschluß gelungen...». Die Rolle der ostjüdischen Herkunft im ersten Teil der Autobiographie Friedrich Weinrebs «Begegnungen mit Engeln und Menschen» – Dorothee Gelhard: Identität durch Literatur. Über den Begründer der modernen jiddischen Literatur: Mendele Mocher Sforim – Jörg Schulte: Von Isak Samokovlija bis Eliezer Papo. Zur sephardischen Literatur in Bosnien.