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Avantgarde, Zivilisationskritik und Pragmatismus in Karel Čapeks «Boží muka»

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Dorothea Uhle

Welche Denkmuster, Konzepte und Ereignisse bestimmen das Denken des jungen Karel Čapek? Dieser Frage geht diese Arbeit mit einem kulturgeschichtlich-literaturwissenschaftlichen Ansatz nach. Als Textgrundlage dienen der 1917 veröffentlichte Erzählband «Boží muka » (dt. «Gottesmarter», 1918 und «Kreuzwege», 1919) sowie die Publizistik und die Briefe Čapeks, die etwa der Entstehungszeit des Bandes zuzurechnen sind. Die Ästhetik der Avantgarde, zivilisationskritische Diskurse im Umfeld des Ersten Weltkriegs sowie die Philosophie des Pragmatismus erweisen sich im Ergebnis der Untersuchung als feste Bezugsgrößen für das Schreiben des Autors. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Neubewertung des Werks eines der wichtigsten tschechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, vor allem im Hinblick auf seine Pragmatismusrezeption, die hier erstmals ausführlicher dargestellt wird.
Aus dem Inhalt: Publizistik und Briefe: Die Polemik zwischen Karel Čapek und F.X. Šalda – Der Erste Weltkrieg – Karel Čapeks Rezeption des amerikanischen Pragmatismus – «Boží muka»: Das Handlungsschema Initiation – Der kritische Blick auf traditionelle Welterklärungen – Die avantgardistische Auseinandersetzung mit Erzähltraditionen.