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Friedrich Carl Joseph von Erthal (1774-1802). Erzbischof – Kurfürst – Erzkanzler

Studien zur Kurmainzer Politik am Ausgang des Alten Reiches

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Bernd Blisch

Die Arbeit wurde mit dem Gutenberg-Stipendium der Stadt Mainz ausgezeichnet.
Diese «politische Biographie» untersucht erzkanzlerische Politik in der Spätzeit des Alten Reiches, genauer, die Regierungszeit des Mainzer Kurfürsten Friedrich Carl Joseph von Erthal (1774-1802). Der in der Forschung postulierte Paradigmenwechsel von «Recht vor Macht» zu «Macht vor Recht» als Verfassungswirklichkeit des Alten Reiches um 1800 diente dabei als theoretisches Modell, anhand dessen die Aktenbestände des Reichserzkanzlerarchivs in Wien, die Mainzer Akten in Würzburg sowie der Coudenhove-Nachlass im Staatsarchiv Pilsen untersucht wurden. Die dem Kurfürsten bislang unterstellte «Schaukelpolitik» erweist sich danach als durchaus konsequent und stringent im Hinblick auf die Erhaltung des Reichs und seiner Verfassung.
Aus dem Inhalt: Person und Herkunft des Kurfürsten – Innenpolitisches Reformprogramm – Reichspolitik – Landes- und Reichskirchenpolitik – Betonung des Erzkanzleramts unter Erthal – Reaktion des Kurfürsten angesichts der Bedrohung durch das revolutionäre Frankreich – Der Kampf um das Überleben des Kurstaats – Kurmainzer Politik angesichts des Paradigmenwechsels von «Recht vor Macht» zu «Macht vor Recht» – Politische Maßnahmen angesichts der Bedrohung durch das revolutionäre Frankreich und die Säkularisierungs- und Mediatisierungsabsichten von Reichsständen.