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Der Begriff «b e rît» in der jüngeren alttestamentlichen Forschung

Aspekte der Forschungsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der semantischen Fragestellung bei Ernst Kutsch

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Marianne Otte

b e rît/Bund ist ein zentraler Begriff des jüdischen wie des christlichen Glaubens. Seine geschichtliche Entwicklung forderte zunehmend die theologische Forschung heraus. Ab 1930 entstand eine regelrechte Bundeseuphorie, die Gefahr lief, b e rît/Bund zu einem Allerweltsbegriff werden zu lassen. Doch ab 1967 bezog Ernst Kutsch gegen den Bundesbegriff massiv Stellung, da er seiner Meinung nach höchstens in Ausnahmefällen gelten könne. Als er schließlich verlangte, auf den Gebrauch des Wortes «Bund» ganz zu verzichten und stattdessen von «Verpflichtung» zu sprechen, löste er damit in der alttestamentlichen Forschung erschrecktes Stillschweigen aus. Seine Angriffe gegen die Übersetzung «Bund» führten aber nicht zum Untergang des Bundesgedankens, sondern im Gegenteil zu seinem vertieften Verständnis.
Aus dem Inhalt: Geschichte des Begriffs berît bis zu Ernst Kutsch – Fragen zum berît-Begriff und inhaltliche Klärung auf biblischer Grundlage – Andere Zugänge zum Verständnis – Anfragen und Stellungnahmen im Anschluss an die Arbeiten von Ernst Kutsch – Zusammenfassende Schlussbetrachtung.