Show Less
Restricted access

Philipp Melanchthon und Andreas Osiander im Ringen um die Rechtfertigungslehre

Ein reformatorischer Streit aus der ostkirchlichen Perspektive

Series:

Anna Briskina

Diese Studie rekonstruiert eine der bedeutendsten theologischen Auseinandersetzungen der nachlutherischen Zeit: Angefangen mit einer Diskussion über Reue und Buße hat sich der Streit zwischen Melanchthon und Osiander auf die wesentlichsten Fragen der evangelischen Lehre ausgeweitet. Seine Bedeutung für den Verlauf der Reformation wird bis heute unterschätzt. Der missverstandene Einzelgänger Osiander, der weder zum linken noch zum philippistischen Flügel der Reformation gehörte, hätte einen Ost-Flügel innerhalb dieser bilden können. Die Arbeit ist bestrebt zu zeigen, dass die Reformation auch den Weg der ostkirchlichen Orthodoxie hätte gehen können.
Aus dem Inhalt: Der Streitschriften- und Briefwechsel Melanchthons und Osianders – Die unterschiedlich gedeutete Rechtfertigungslehre: Die Lehre Melanchthons vom Trost und die Theosis-Lehre Osianders – Der Einfluss des Osiandrismus auf die späte Theologie Melanchthons – Die Rezeption der Teilhabe- und Einwohnungslehre Osianders in der Fomula Concordiae und in der heutigen Finnischen Lutherforschung.