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Politik und Propaganda

Der Siebenjährige Krieg in den zeitgenössischen Flugschriften

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Manfred Schort

Sowohl Friedrich der Große als auch Maria Theresia setzten die staatliche Publizistik im Siebenjährigen Krieg gezielt ein, um ihre Politik einer breiten, interessierten Öffentlichkeit plausibel zu machen. Anhand zahlreicher Flugschriften und umfangreichem Archivmaterial werden die jeweiligen Ziele, Inhalte und Methoden der politischen und militärischen Propaganda miteinander verglichen, wobei auch die Rezipientenebene miteinbezogen wird. Letztlich erwies sich die preußische Seite als überlegen, da der König die Klaviatur der Propaganda virtuos beherrschte und das Heft des Handelns jederzeit in der Hand behielt, während der Wiener Hof lediglich reagierte, die Befindlichkeiten weiter Kreise ignorierte und seine Defizite durch nicht mehr zeitgemäße Restriktionen zu kompensieren versuchte.
Aus dem Inhalt: Kriegslegitimationen – Reichsexekution und Achtverfahren gegen Friedrich den Großen – Friedensprojekte, Augsburger Friedenskongreß und Hubertusburger Frieden – Kommunikationskontrolle/Nachrichtenpolitik – Die Verfasser der Flugschriften und ihre Motive – Die völkerrechtliche Problematik des Krieges – Kriegsberichterstattung und Propaganda.