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Glaube und Denken

Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft- 18. Jahrgang 2005

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Susanne Bröking-Bortfeldt and Martin Rothgangel

Karl Heim (1874-1958) prägte als Theologe an den Universitäten Halle, Münster und seit 1920 in Tübingen sowie von 1920 bis 1948 als Frühprediger an der Tübinger Stiftskirche Generationen von Pfarrern. Unter seinen Zuhörern und Lesern befanden sich auch viele Nichttheologen, da sich der christliche Glaube für ihn immer Gegenwartsfragen stellen musste, die einen permanenten und fruchtbaren Dialog mit der Philosophie und den Naturwissenschaften hervorbrachten. Dieses Erbe greift das Jahrbuch auch fast 60 Jahre nach Karl Heims Tod wieder auf und lädt im 18. Jahrgang (2005) erneut dazu ein, Theologie im Sinne einer biblisch-christlichen Orientierung mit den Problemen der technisch-wissenschaftlichen Postmoderne im Gespräch zu halten. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Beiträge zur Anthropologie angesichts der Unübersichtlichkeiten der abendländischen Kultur. Zum anderen wird Dietrich Bonhoeffers gedacht, dessen Todestag sich 2005 zum 60. mal jährt und dessen 100. Geburtstag 2006 gefeiert wird, außerdem wird auf die Frage nach der Entstehung ethischer Urteile eingegangen und die Bedeutung der Karl-Heim-Gesellschaft auch für die Zukunft bedacht.
Aus dem Inhalt: Ulrich Beuttler: «Denn der Zweck der Welt ist der Mensch.» Das Anthropische Prinzip und die abendländisch-christliche Geschichte des Design-Arguments – Peter C. Hägele: Die moderne Kosmologie und die Feinabstimmung der Naturkonstanten auf Leben hin – Berthold Suchan: Kosmischer Sinn? Anthropische Argumente gegen die kosmologische Entfremdung des Menschen – Armin Kreiner: Das anthropische Prinzip und seine theologische Relevanz – Heinzpeter Hempelmann: Die postmoderne Option: Biblischer Monotheismus als Anfang und Ende abendländischer Kultur? – Thomas Kothmann: «... in der vollen Diesseitigkeit glauben lernen». Begegnung mit Dietrich Bonhoeffer im Gottesdienst – Bruno Schmid: Wie kommen wir zu ethischen Urteilen? «Autonome Moral» am Beispiel der Arbeit mit behinderten Menschen – Hans Schwarz: Karl Heim und die Karl-Heim-Gesellschaft.