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Persönlichkeitsstörung und Gesellschaftskritik

Studien zu schottischen Romanen des 19. und 20. Jahrhunderts

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Karin Prommersberger

Schottische Literatur benutzt auffallend häufig das Motiv der Geisteskrankheit. Um jedoch eine bewusste gesellschaftskritische Funktionalisierung nachzuweisen, bedarf es einer Herangehensweise, die das psychologische Wissen der Autoren und ihrer Zeit berücksichtigt. Diese Arbeit widmet sich daher konsequent der Frage, welche Kenntnisse bei fünf herausragenden schottischen Autoren vorhanden waren und wie sie Symptome von Geisteskrankheit zur Kritik an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen nutzten. Neben religiösen und politischen Bereichen liegt das Augenmerk dabei insbesondere auf der bisher unzureichend behandelten Gender-Problematik. Die Verbindung von literaturwissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Aspekten hat sich dabei als besonders fruchtbar erwiesen und kann als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen dienen.
Aus dem Inhalt: Psychologisches Wissen während der Entstehungszeit – Psychologisches Wissen der Autoren – Pathologische Symptome in den untersuchten Werken – Ambiguität, Fantastik und Postmodernismus – Gesellschaftskritik aus den Bereichen Politik, Religion und Gender.