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Mitwirkungsbefugnisse des Bürgers auf Seiten der Strafverfolgungsorgane in Deutschland und in Spanien im Rechtsvergleich

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Sven Klaiber

Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, welche Rolle Privatpersonen im deutschen wie im spanischen Strafverfahrensrecht auf Seiten der staatlichen Strafverfolgungsorgane zukommt. Dem eigentlichen Rechtsvergleich vorangestellt ist ein historischer Abriss, der die geschichtliche Entwicklung des Spannungsfeldes zwischen privaten Auseinandersetzungen und öffentlicher Strafverfolgung in Deutschland wie in Spanien aufzeigt. Der zweite Abschnitt konzentriert sich auf die Initiativrechte des Bürgers, die für sich allein genommen noch zu keiner Beteiligtenstellung im Strafverfahren führen, also auf die Strafanzeige und auf den Strafantrag. Der dritte und letzte Abschnitt analysiert die Befugnisse, die zu einer authentischen Verfahrensbeteiligung führen beziehungsweise daraus resultieren. In Deutschland fallen darunter überwiegend die Neben- und Privatklage, in Spanien die Popular- und Privatklage.
Aus dem Inhalt: Das Spannungsfeld zwischen Parteiherrschaft und inquisitorischem Prinzip in seinem rechtshistorischen Kontext – Strafanzeige, Strafantrag, Klageerzwingungsverfahren, Nebenklage und Privatklage im deutschen Recht – Denuncia, acción popular (bzw. particular) und acción privada im spanischen Recht - jeweils unter Berücksichtigung der gesetzgeberischen Intention, den formellen und inhaltlichen Voraussetzungen, den Rechtsfolgen sowie der Kritik de lege ferenda – Vergleich und Ausblick.