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Der Wissensumbruch um 1800 in der russischen Lyrik

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Marianne Dehne

Diese Studie erarbeitet unter Rückgriff auf mentalitätsgeschichtliche, (post-)strukturalistische und systemtheoretische Ansätze, wie die Strukturen der Literatur und die Strukturen der menschlichen Weltkonzeptualisierung im Wissen einer Zeit zusammenhängen. Anhand der lyrischen Œuvres von Deržavin, Karamzin und Batjuškov wird gezeigt, daß und inwiefern die Möglichkeit besteht, Gedichtstrukturen in ihrem wissensstrukturellen Kontext zu analysieren. Die Untersuchung macht deutlich, daß viele Textphänomene der im Wissensumbruch von der Aufklärung zur Moderne um 1800 entstandenen und daher sehr heterogenen russischen Gedichte überhaupt erst mittels dieser Art von Literaturanalyse erschlossen werden können. Zugleich kann über die Texte die Entstehung eines neuen Wissens im Detail nachvollzogen werden.
Aus dem Inhalt: Der Zusammenhang von Weltkonzeptualisierung und Literatur im Wissen – Die Wissensordnungen des Zeitalters der Aufklärung und der Moderne – Die russische Lyrik und der Wissensumbruch um 1800 – Orte und Etappen des Übergangs: Die Dichtung von Deržavin, Karamzin und Batjuškov (Überlegungen zur Poetik der Œuvres und zwei Gedichtanalysen pro Autor) – Ausblick: Der Wissensumbruch um 2000.