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Aristoteles und die Erhaltung der Mauern

Instandhaltung in Technikgeschichte, Mythos, Dichtung und Literatur

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Eberhard Simon

Erstmalig wird in der Dissertation des Verfassers die Instandhaltung technischer Artefakte, die neben deren Schaffung und Nutzung die dritte grundlegende Form technischen Handelns darstellt, als Teilthema der Technikphilosophie intensiv behandelt. Instandhaltung bietet den einzigen Weg, die unermeßlichen und vielfältigen mittels technischer Verfahren erzeugten Werte zu bewahren. Kein Nutzer von Technik kann sich auf Dauer der Notwendigkeit von Instandhaltung entziehen. Deshalb ist Instandhaltung ein zeitlich und räumlich umfassendes, überwiegend alltägliches und nur in Ausnahmefällen öffentliche Aufmerksamkeit erregendes Geschehen. Sie hat dessenungeachtet eindrucksvolle Spuren in Geschichte, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hinterlassen und bei nicht wenigen geschichtlichen Ereignissen bedeutenden Einfluß mit ausgeübt. Diese Untersuchung stellt, nach einer kurzen Einführung in das Thema, technikgeschichtliche Zeugnisse der Instandhaltung, der Abläufe und Einflußgrößen sowie den technikphilosophischen Ertrag vor. Dem folgt die Darstellung von Instandhaltung in Mythos, Dichtung und Literatur und ihrer Einordnung nach geistesgeschichtlichen, über die Technik hinausreichenden Kategorien. Die Beispiele entstammen jahrtausendelangen Zeiträumen und mehreren Kontinenten.
Aus dem Inhalt: Instandhaltung als Thema der Technikphilosophie – Instandhaltung in der Technikgeschichte – Instandhaltung und Geschichtsschreibung – Technikgeschichtliche Zeugnisse – Technikphilosophischer Ertrag – Instandhaltung in Mythos, Dichtung und Literatur – Technikstruktur – Technikbewertung – Techniksoziologie – Handlungstypen bei Instandhaltung – Verläufe mit dialektischem Umschlag – Lebensordnungen, Wertentscheidungen – Instandhaltung in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung – Grenzüberschreitungen.