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Psychoanalytik als Wissenschaft des 21. Jahrhunderts

Ein konstruktivistischer Blick auf Struktur und Reflexionspotential einer polymorphen Kontextualisations-Technik

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Kurt Greiner

Im Verlauf des vorigen Jahrhunderts haben analytische Philosophen der Psychoanalyse Unwissenschaftlichkeit oder Pseudowissenschaftlichkeit vorgeworfen. Mit dem Constructivistic Turn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es dann in weiten Bereichen der Wissenschaftstheorie zu einer radikalen Wende im philosophischen Grundverständnis von Wissenschaft. Wie diese Studie zeigt, bewirkt eine dermaßen revolutionäre Änderung der wissenschaftstheoretischen Blickrichtung nun auch eine Neuinterpretation des psychoanalytischen Wissenschaftshandelns: Nicht nur, dass in konstruktivistischer Perspektive der Wissenschaftsstatus der Psychoanalyse außer Frage steht, darüber hinaus entpuppt sich jetzt die verfahrenspluralistische Kontextualisations-Technik Psychoanalytik sowohl in forschungsstruktureller, als auch in reflexionsmethodologischer Hinsicht als Muster- und Vorbilddisziplin für die gesamte Wissenschaftsgeneration des 21. Jahrhunderts. Mit diesen epistemologischen Einsichten und Erkenntnissen liefert das Buch einen brisanten Beitrag zur Grundlagendiskussion in Psychoanalyse und Psychotherapie.
Aus dem Inhalt: Psychoanalyse und Psychoanalytik – Wiener Konstruktivismus und Konstruktiver Realismus – Freud und Frankl – Mikro-Realitäten und Trans-Kontextualisation – Sartre und Jung – Welt-Entdeckung und Constructivistic Turn – Lacan und Berne – Epistemologischer Dialog und intra-psychoanalytische Begegnung – Wissenschaftsmetaphysik des 20. Jahrhunderts und Wissenschaftsideal im 21. Jahrhundert.