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Der Kreuzzug im Irak

Christian Right und Neokonservatismus als symbiotische Herrschaftsideologien für den US-Krieg im Irak

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Veronika Schwediauer

In einigen Analysen wird der Grund für den Irakkrieg in fundamentalistischen Motiven Bushs gesehen. Andere sehen die Neokonservativen als die maßgeblichen Kriegstreiber. Die Autorin vertritt die These, dass sich Christian Right und Neokonservative alliert haben. Dies hat sich durch intensive Literaturrecherche und die Ergebnisse der durchgeführten qualitativen Inhaltsanalyse bestätigt: Beide Bewegungen haben nicht nur politisch ähnliche Vorstellungen, sondern ergänzen sich zudem ausgezeichnet, da den intellektuellen Neokonservativen das Wählerpotential fehlt und es der populistischen Christian Right an der Fähigkeit zur Politik-Formulierung mangelt. Dementsprechend waren die Neokonservativen die ArchitektInnen des Irakkrieges, den die Christian Right lediglich befürwortete. Bush ist zur Integrationsfigur der Koalition geworden, in dem er sowohl die neokonservative Interpretation als auch die religiöse Rhetorik übernommen hat.
Aus dem Inhalt: Wurde der Irakkrieg durch die Christian Right oder die Neokonservativen «ausgelöst»? – Begriffsklärung ‘Fundamentalismus’ – Charakterisierung sowie geschichtlicher Abriss des protestantischen Fundamentalismus in den USA im 20. Jahrhundert – Christian Right - Darstellung des Einflusses auf die Regierung unter George W. Bush – Neokonservative - kurze Charakterisierung und Darstellung des Einflusses auf die Regierung unter George W. Bush – Der Irakkrieg - Konzeption und Einfluss von Christian Right und Neokonservativen auf seine Durchführung.