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Vom Lesedrama zum Bühnenstück

Die Modifikationen in den Theatertexten Alfred de Mussets

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Katja Hesmer

Mussets Lesedramen gelten als Meisterwerke. Dagegen werden die Bühnenversionen seiner Dramen in der Forschung häufig abgewertet oder ignoriert, angeblich, weil Musset seinen Texten durch die bei der szenischen Überarbeitung vorgenommenen Modifikationen geschadet habe. Jedoch wurden diese Modifikationen bislang kaum untersucht. Die Studie hat zum Ziel, basierend auf der Analyse sämtlicher Änderungen, eine zuverlässige Grundlage für deren Neubewertung zu schaffen. Im Gegensatz zu früheren Studien steht die szenische Bestimmung der Texte im Mittelpunkt. Mittels theater- und sprachwissenschaftlicher Analysemethoden lässt sich nachweisen, dass der Großteil der Modifikationen den Stücken nicht schadet, sondern im Zuge des medialen Wechsels dazu dient, deren Bühnenwirksamkeit zu optimieren. Die Arbeit gewährt zudem Einblicke in die Wechselbeziehungen zwischen Autor, Text, Zensur und zeitgenössischer Theaterpraxis.
Aus dem Inhalt: Klassifizierung aller Modifikationen – Bestimmung ihrer Ursache, Intention, Wirkung – Bühnenwirksamkeit – Merkmale dramatischer Sprache: Auswertung, Verknüpfung von Erkenntnissen aus Theater-, Literatur-, Sprachwissenschaft – Korrelation Autor, Text, Zensur, Zeitgenössische Theaterpraxis – Auswertung zeitgenössischer Theaterkritiken, Zensurberichte, Tagebücher – Wandel der dramatischen Poetik Mussets.