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Cluster und die New Economic Geography

Theoretische Konzepte, empirische Tests und Konsequenzen für Regionalpolitik in Deutschland

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Timo Litzenberger

Die Modelle der New Economic Geography (NEG) sagen theoretisch stringent voraus, ob sich Industrien clustern oder nicht. Allerdings steht die empirische Überprüfung noch am Anfang. Wie diese Lücke zu schließen ist, zeigt diese Arbeit: Mehrstufige Befragungen erheben für zehn Industriebranchen (Kfz, Uhren, Chemie, Schuhe, Möbel, Büromaschinen, Molkerei, Fleischverarbeitung, Holz- und Stahlbau) die Besonderheiten bezüglich Nachfrage, Warentransport, Arbeitskräfte, Zulieferbeziehungen und Standortfaktoren. Mit diesen Parametern lassen sich die Modelle simulieren. Einige Modelle liefern überraschend gute Prognosen, die sich weitgehend mit den tatsächlich vorherrschenden und in der Arbeit kartierten Clusterstrukturen decken. Diese Modelle sind die Grundlage für empirisch gesicherte Empfehlungen zur politischen Steuerung von Raumstrukturen am Ende der Arbeit.
Aus dem Inhalt: Merkmale, Modelle und Gleichgewichte in der New Economic Geography – Empirische Evidenz und politische Umsetzung – Messung der sektoral-räumlichen Konzentration: Zu einem «räumlichen Gini» – Räumliche Konzentration der Sektoren und Branchen in Deutschland – Cluster und ihre Messung: Von Maßzahlen zur Clusterberechnung zum Cluster-Index – Verortung von sektoral-räumlichen Clustern in Deutschland – Simulationen der Modelle von Krugman (1991), Helpman (1997) und Puga (1999) – Empfehlungen an die Regionalpolitik.