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Die Umsetzung der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie in Italien und Deutschland

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Claire Anna Reifner

Die Verbrauchsgüterkaufrichtlinie stellt den weitreichendsten Eingriff durch sekundäres Gemeinschaftsrecht in das nationale Recht der EU-Mitgliedstaaten dar. Sie betrifft das Kaufrecht als zentrale Materie des Zivilrechts aller Mitgliedstaaten. Während Deutschland sich für eine umfassende Reform des gesamten Kaufrechts entschieden und nur wenige Sondervorschriften für den Verbrauchsgüterkauf erlassen hat, entschloss sich der italienische Gesetzgeber zu einer 1:1-Umsetzung innerhalb des italienischen Zivilgesetzbuches neben dem allgemeinen Kaufrecht. Der Vergleich der unterschiedlichen Umsetzungsmethoden und inhaltlichen Ausgestaltung der Umsetzungsvorschriften, der den Gegenstand dieser Arbeit bildet, ist daher besonders gut geeignet, Vorteile aber auch Defizite der Richtlinie als Instrument der Rechtsvereinheitlichung und Indizien für die künftige Entwicklung des Europäischen Privatrechts aufzuzeigen.
Aus dem Inhalt: Grundlagen der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie und ihrer Anwendung (Entstehungsgeschichte, Zielsetzung, Kompetenzgrundlage, Auslegung, Direktwirkung und Staatshaftung) – Richtlinienvorgaben, Umsetzung und Rechtsvergleich – Zusammenfassung wesentlicher Unterschiede und Bewertung der aufgestellten Entwicklungshypothesen.