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«Si vis pacem, para pacem?»

Friede durch internationale Organisation als Option für das 21. Jahrhundert

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Michael Köhler and David Hössl

Die gegenwärtigen Herausforderungen des internationalen Verhältnisses sind Gemeingut: Gewalt zwischen und in Staaten, Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen, der zunehmende globale Wirtschaftsverkehr. Durch sie ist souveräne Staatlichkeit als Kern politischer Handlungsoptionen, rechtlicher Begriffsbildung und ihrer wissenschaftlichen Erfassung problematisch geworden. Oft erscheint der Rückzug auf staatliche Selbstbehauptung oder die Einrichtung einer globalen Zwangsgewalt als einzige Lösung. Welches Potential im Gegensatz dazu in dem auf Kant zurückgehenden Gedanken internationaler Kooperation liegt, untersuchten Vertreter verschiedener Fachrichtungen im Rahmen der im Band dokumentierten interdisziplinären Tagung des Seminars für Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg.
Aus dem Inhalt: Michael Köhler: Einleitung – Nils-Christian Grohmann: Ist der Weltstaat rechtsprinzipiell notwendig? – Florian Sander: Die Verfassungselemente der Europäischen Union und ihr Standpunkt im System des internationalen Rechts - Eine Interpretation im Lichte der Rechtslehre Kants – David Hössl: Zwischen Prognose und Legitimation - Zum Dialog von Sozialwissenschaft und Rechtsphilosophie auf dem Feld der internationalen Beziehungen – Heinz-Gerhard Justenhoven: Die ethische Forderung nach Einführung einer umfassenden und obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit – Erhard Kantzenbach: Globalisierung und Systemwettbewerb – David Hössl: Das kantische Weltbürgerrecht als komplementäre Verfassungsform des internationalen Austauschs Privater? Zur Leistungsfähigkeit des Konzepts als Baustein des Friedens.