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Oppositionsbewegungen im Libanon

Zwischen Systemerhalt und Systemveränderung

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Annika Kropf

Der Libanon ist formal betrachtet eine parlamentarische Republik, in der sich die verschiedenen Konfessionsgruppen die Macht teilen. Im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten hat die politische Opposition dort einen Spielraum, der es ihr ermöglicht, die Regierung durch Wahlen abzulösen. Dies war zuletzt im Jahr 2005 nach der sogenannten «Zedernrevolution» der Fall. Handelt es sich bei Regierungswechseln im Libanon jedoch wirklich um demokratische Prozesse? Die Studie untersucht die Mechanismen der Oppositionsbildung von 1920 bis heute, die Motivationen und Diskurse der verschiedenen Gruppen und ihr Verhältnis zum politischen System. Der theoretische Rahmen erlaubt eine Klassifizierung der Opposition und eine Einschätzung, von welchen Gruppen tatsächlich eine Liberalisierung oder sogar Demokratisierung zu erwarten wäre und welche Hindernisse sich ihnen dabei in den Weg stellen.
Aus dem Inhalt: Politische Praxis der traditionellen Elite im libanesischen konfessionellen System – Die Bedeutung der Geschichte des Libanon im aktuellen politischen Diskurs – Zusammenhalt und Misstrauen in der libanesischen Bevölkerung – Systemkonforme und systemfeindliche Opposition – Die Nachkriegsopposition und die «Zedernrevolution» – Demokratisierung und Liberalisierung – Der libanesische Bürgerkrieg – Das Taif-Abkommen – Die Rolle Syriens und Israels im Libanon.