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Wenn Gelübde Gestalt gewinnen

Ein pastoralpsychologischer Beitrag zur Lebens-Bindung im Dialog zwischen Gestalttherapie und Ordenstheologie

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Kristina Wolf

Menschen unserer postmodernen Gesellschaft leben vielfach unter dem Anspruch, offen und flexibel zu sein: die Folgen sind Bindungsangst oder die Illusion völligen Ungebundenseins. Eine lebenslange Bindung ist kaum vorstellbar. Warum sie dennoch zu einem «Mehr» an Leben beiträgt und wie sie gelingen kann, beleuchtet diese pastoralpsychologische Reflexion zur Lebensbindung in Gelübden. Die Grundhaltungen der Gestalttherapie – Präsenz, Gewahrsein und Verantwortung – helfen, die Wirklichkeit wahrzunehmen wie sie ist. Sie tragen dazu bei, sich ins Leben hinein zu verwurzeln. Auf diese Weise bilden sie die anthropologische Grundlage für die evangelischen Räte; in ihnen bezeugen Menschen aller Zeiten, dass sie sich an ein Leben mit Gott in der konkreten Wirklichkeit binden. Der Dialog zwischen Ordenstheologie und Gestalttherapie hilft, die Gelübde tiefer zu verstehen: Wenn Gelübde Gestalt gewinnen, vernetzen sie ins Leben hinein. Als eine urmenschliche Form von Lebens-Bindung bereichern sie nicht nur Ordensleute, sondern alle, die auf der Suche nach gelingendem Leben sind.
Aus dem Inhalt: Pastoralpsychologie als Kontaktprozess zwischen Ordenstheologie und Gestalttherapie – Theologie und Spiritualität der Gelübde/evangelischen Räte im deutschsprachigen Raum Ende des 20. Jahrhunderts – Gelübde als Bindung ins Leben hinein (Lebens-Bindung) – Einführung in die Gestalttherapie (Grundbegriffe, Kontaktprozess) – Grundhaltungen der Gestalttherapie (Präsenz, Gewahrsein, Verantwortung) und evangelische Räte (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam) im Kontakt miteinander – neuer Zugang zur Lebens-Bindung.