Show Less
Restricted access

Julius Wagner-Jauregg im Spannungsfeld politischer Ideen und Interessen – eine Bestandsaufnahme

Beiträge des Workshops vom 6./7. November 2006 im Wiener Rathaus

Series:

Wolfgang Neugebauer, Kurt Scholz and Peter Schwarz

Persönlichkeit und Lebenswerk des österreichischen Psychiaters und Nobelpreisträgers Julius Wagner-Jauregg (1857-1940) sind in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld politischer, publizistischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen geraten. Die Beiträge dieses Bandes thematisieren Wagner-Jaureggs rassenhygienische Positionen, sein Verständnis von Eugenik, seine politische Sozialisation und Annäherung an die NSDAP sowie sein ambivalentes Verhältnis zum Antisemitismus. Im Zentrum des Interesses steht die Frage nach den Motiven für Wagner-Jaureggs Antrag auf Aufnahme in die NSDAP, den er im Alter von 83 Jahren wenige Monate vor seinem Tod stellte.
Aus dem Inhalt: Thomas Mayer: Ein «Mann von der Bedeutung Wagner-Jaureggs». Wagner-Jauregg und eugenisch-rassenhygienische Netzwerke in Österreich – Monika Löscher: Albert Niedermeyer als Kritiker an Julius Wagner-Jaureggs eugenischen Positionen – Peter Schwarz: Die politische Sozialisation von Julius Wagner-Jauregg (seine Mitgliedschaft in einer deutschnationalen Burschenschaft und bei der Großdeutschen Volkspartei/GDVP) – Wolfgang Neugebauer: Julius Wagner-Jauregg und sein ambivalentes Verhältnis zum Antisemitismus (vor dem Hintergrund des antisemitisch orientierten akademisch-universitären Milieus im Österreich der Zwischenkriegszeit) – Gerhard Botz: Parteianwärter und post mortem Parteigenosse. Julius Wagner-Jaureggs Verhältnis zum Nationalsozialismus.