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Cortázar. Annäherungen an sein Werk

Herausgegeben, aus dem Spanischen übersetzt und eingeleitet von Erik Hirsch

Jaime Alazraki

Von heute aus gesehen und zusammengenommen bieten die zwischen 1972 und 1992 entstandenen Essays dieses Bandes einen Überblick über das mit Julio Cortázar befasste wissenschaftliche Lebenswerk Jaime Alazrakis. Neben umfassenden Texten zu den ‘großen’ Cortázar-Themen wie Rayuela oder den Erzählungen bietet die Essaysammlung Darstellungen zu weniger bekannten Werken (z.B. 62/Modellbaukasten, Die Autonauten auf der Kosmobahn) und dem relativ unbekannten essayistischen und lyrischen frühen Cortázar. Entgegen der verbreiteten Ansicht, die Cortázars Werk mit seiner Etikettierung als ‘fantastische Literatur’ hinreichend zu bestimmen glaubt, präsentiert Alazrakis Synthese Cortázar unter dem Rubrum «Fantasie und Geschichte» außerdem als durchaus politischen Autor. Neben der Originalität der Aufsätze lässt insbesondere der von ihrem Autor angeschlagene Ton die Lektüre zu einem Genuss werden, denn in Jaime Alazraki hat Julio Cortázar einen wirklichen Komplizen gefunden. Die hier versammelten Arbeiten des großen argentinischen Lateinamerikanisten, der bis zu seiner Emeritierung an renommierten US-amerikanischen Universitäten forschte und lehrte, liegen erstmals auf Deutsch vor.
Aus dem Inhalt: Cortázar vor Cortázar: «Rimbaud» (1941) – Anfänge: Poesie PresenciaLos Reyes wiedergelesen – Borges, Cortázar und der compadre – Homo sapiens versus homo ludens – «Bestiarium» – Die erzählerische Stimme in der Kurzgeschichte – Rayuela Unzeiten 62/Modellbaukasten – Borges, Paz, Cortázar als Essayisten – Das ObservatoriumDie Autonauten auf der Kosmobahn – Fantasie und Geschichte – Cortázar und die neuere argentinische Erzählkunst – Spanien im Werk Cortázars – Der postmoderne Julio Cortázar – Neofantastik.