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In der Erzählkolonie

Über die Gewalt des Erzählens bei Thomas Bernhard und Sergio Chejfec

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Florencia Martín

Diese Arbeit stellt eine komparatistische Studie zu Thomas Bernhard und Sergio Chejfec dar. Die literarische Darstellung der Begegnung mit dem Anderen steht hierbei im Zentrum der Analyse. Herausgearbeitet und beleuchtet wird der gewaltsame Charakter der Sprache, die in den literarischen Texten als identifizierendes Medium Gestalt annimmt und sich als Zentralmotiv der Werke erhebt. Das Erzählen erweist sich als die Aporie, den Anderen sprachlich fassen zu wollen und zugleich doch zu liquidieren. Gleichzeitig bleiben die literarischen Werke – insofern Sprache – in diesem Medium befangen. Diese Arbeit macht sich zur Aufgabe, den kritischen Gehalt der Texte im Einzelnen aufzuweisen und diesen in seiner literatur- und gesellschaftskritischen Dimension zu untersuchen.
Aus dem Inhalt: Literarische Kritik an der Sprache als Identifikationsmedium – Festlegung und Beherrschung des Anderen – Strategisch-politisches Verhalten zur Erhaltung der eigenen Identität – Ästhetische Auseinandersetzung mit der Frage nach Möglichkeiten der Kommunikation – Verhältnis Kommunikation-Subjektbegriff.