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Zur Funktion antiker Göttermythen in der Lyrik Osip Mandel'stams

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Wolfgang Schlott

Die Rezeption antiker Mythen im Werk eines der führenden Vertreter akmeistischer Lyrik zeichnet sich durch die vielfältige Verwendung von Vorlagetexten aus verschiedenen Kulturkreisen aus. Aufgrund der Umfunktionalisierung solcher Texte entstehen komplexe Gedichtstrukturen, die mit Hilfe von strukturalistischen Verfahrensweisen aufgedeckt werden. Ziel der Analyse inhaltlicher und funktionaler Merkmale ist es, sowohl Rezeptionsabläufe als auch das Ergebnis der Übernahme von bereits gebrochenen mythischen Denkstrukturen zu erläutern. Die abschliessende Einordnung der Texte, in denen antike Göttermythen in spezifisch Mandel'stamsche Mythologeme umgesetzt worden sind, orientiert sich an den Schaffensphasen des Dichters.
Aus dem Inhalt: Antike Thematik in der russischen modernistischen Dichtung - Spezifik mythologischer Strukturen im Werk O. Mandel'stams - Rezeption antiker Göttermythen in der Lyrik Mandel'stams auf der Grundlage von gebrochenen mythischen Strukturen in der russischen Literatur des 18. bis 20. Jhts. - Remythisierung aufgrund von binären Denkmodellen.