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«Ewiggestrige» und «Nestbeschmutzer»

Die Debatte über die Wehrmachtsausstellungen – eine linguistische Analyse

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Bernd Struß

Über Geschmack lässt sich nicht streiten – über Erinnerung schon, dies gilt in besonderem Maße für die Erinnerung an die belastete NS-Vergangenheit. Diese Studie beschreibt am Beispiel der Auseinandersetzung über die beiden so genannten Wehrmachtsausstellungen kommunikative Prozesse und sprachliche Strukturen von Vergangenheitsdebatten im öffentlichen Raum. Ausgehend von Maurice Halbwachs’ Theorie des kollektiven Gedächtnisses werden anhand von Leserbriefen kontextspezifische Metaphern, Schlagwörter und argumentative Stereotypen sowie flankierende kommunikationsstrategische Handlungsmuster als Bestandteile einer Grammatik öffentlicher Erinnerungskommunikation analysiert. Eingeleitet wird die Untersuchung mit einem Abriss über die Geschichte öffentlicher Debatten zur NS-Thematik seit 1945.
Aus dem Inhalt: Auseinandersetzung über Wehrmachtsausstellungen – Verbrechen der Wehrmacht – NS-Vergangenheit – Vergangenheitsdebatten seit 1945 – Theorie historischer Sinnbildung – Kollektives Gedächtnis – Kulturelles Gedächtnis vs. kommunikatives Gedächtnis – Erinnerungskultur und Grammatik der Erinnerung – Theorie öffentlicher Auseinandersetzung – Textsorte Leserbrief – Kontextspezifische Sprachgebrauchsmuster – Schlagwörter – Metaphern – Argumentative Stereotypen – Glaubwürdigkeitsmanagement.