Show Less
Restricted access

Eigenkapitalersatz in mehrstufigen und mehrfachen Beteiligungsverhältnissen

Ein Beitrag zu den Grundlagen und Grenzen des Eigenkapitalersatzgedankens

Series:

Stefan Rieger

Die Arbeit thematisiert die Frage, ob und inwieweit Fremdfinanzierungen durch mehrstufig beteiligte Unternehmen in vertikalen Konzernbeziehungen oder durch mehrfach beteiligte Unternehmen im Rahmen horizontaler Konzernbeziehungen Gesellschafterdarlehen gleichzustellen und folglich einer eigenkapitalähnlichen Bindung nach den Grundsätzen des Eigenkapitalersatzrechts unterworfen sind. Es geht dabei nicht nur um Zurechnungsfragen des konzerninternen Finanzierungsrechts, sondern gleichzeitig um die grundsätzliche Rechtsfrage nach Grund und Grenzen des Eigenkapitalersatzgedankens. Aus diesem Zusammenhang zwischen Rechtsgrund und personeller Reichweite des Eigenkapitalersatzgedankens wird ein stimmiges Gesamtkonzept entwickelt, mit dem sich die Problematik der Grenzziehung zwischen Fremdkapital und Eigenkapitalersatz in den Fällen sowohl der Gesellschafterfremdfinanzierung als auch der Darlehensgewährung durch Nichtgesellschafter in gestuften und mehrfachen Beteiligungsverhältnissen wertungs- und systemkonform lösen lässt. Die grundlegenden Erkenntnisse der Arbeit bleiben auch für den Umgang mit dem durch das MoMiG umgestaltete Eigenkapitalersatzrecht von Bedeutung.
Aus dem Inhalt: Eigenkapitalersatz als Problem der Darlehensfinanzierung in Beteiligungsverhältnissen – Rechtsgrund, Grenzen und personelle Reichweite des Eigenkapitalersatzgedankens – Der Eigenkapitalersatzgedanke als Rechtsfortbildung «extra legem» und «intra jus» – Eigenkapitalersatz in mehrstufigen Beteiligungsverhältnissen – Eigenkapitalersatz bei horizontaler Gesellschafterfremdfinanzierung und bei aufsteigenden Kredithilfen.