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Monstrosität, Malformation, Mutation

Von Mythologie zu Pathologie

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Stephanie Nestawal

Die Arbeit thematisiert die Interpretation und Ökonomisierung der Monstrosität als Missing Link am Beispiel der Mikrozephalie und der Hypertrichosis languinosa, wobei die ganzheitliche Erfassung des Themas im Vordergrund steht. Die interdisziplinäre Interpretation wird hervorgehoben, und es verschmelzen der medizinhistorische, der medizintheoretische, der soziale und anthropologische Ansatz. Die holistische Herangehensweise macht deutlich, dass sich mit der Anthropologie als «neue» Wissenschaft die Anthropometrie als Instrument zur Menschenvermessung etabliert und somit auch Begriffe wie Norm und Abnormität in die wissenschaftliche Diskussion einbringt. Die Hervorhebung des Normalen, des Menschlichen, das Vermessen und Klassifizieren, überführt die Monstrosität schließlich in das «Humansystem».
Inhalt: Teratologie- und Fehl-/Missbildungsbegriff – Missbildungen als Gegenstand der Wissenschaft – Vom Zufall zur Berechnung – Anthropologie als «neue» Wissenschaft – Anthropometrie – anatomische, physiologische und gesellschaftliche Stigmata – Menschenmaß – Haarmenschen und Mikrozephale als Missing Link – Schaustellung und Ökonomisierung.