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Reich Christi und Obrigkeit

Eine Studie zum reformatorischen Denken und Handeln Martin Bucers

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Andreas Gäumann

Das Denken und Handeln des Strassburger Reformators Martin Bucer (1491-1551) ist überaus vielfältig und komplex. Die vorliegende Studie bietet erstmalig eine kohärente Gesamtdarstellung dieser Gedankenwelt und ihrer praktischen Umsetzung. Der Terminus regnum Christi, ein Schlüsselbegriff der bucerschen Theologie, steht im Zentrum der Arbeit, wobei insbesondere das Verhältnis zwischen Reich Christi und Obrigkeit analysiert wird. Anhand der Themenkomplexe Bilder, Bildung, Messe, Dissidenten, Zucht und Interim werden die jeweiligen Positionen Bucers und des Strassburger Rats, ihre Zusammenarbeit wie auch ihre Kontroversen aufgezeigt.
Im Rahmen der Themenstellung beschäftigt sich die Studie auch mit Bucers Wirken ausserhalb von Strassburg. Analysiert werden das reformatorische Engagement in den freien Reichsstädten Ulm und Augsburg sowie im Erzbistum Köln, die Beratertätigkeit zugunsten des Landgrafen Philipp von Hessen (u. a. in der Frage nach der Tolerierung der Juden) sowie die Bemühungen um die sichtbare Einheit des regnum Christi in der Zeit der Religionsgespräche.
Der Autor: Nach dem Theologiestudium in Bethel-Bielefeld, Zürich und Basel sowie dem Vikariat, arbeitete Andreas Gäumann die vorliegende, 1999 in Neuchâtel eingereichte Dissertation aus. Von 1995 bis 1998 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitglied des interdisziplinären Göttinger Graduiertenkollegs «Kirche und Gesellschaft im Heiligen Römischen Reich im 15. und 16. Jahrhundert». Seit 1999 ist er Pfarrer an der Stadtkirche Glarus.