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Wechselwirkungen

Kunst und Wissenschaft in Berlin und Weimar im Zeichen Goethes

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Ernst Osterkamp

Goethe entwickelte am Ausgang des 18. Jahrhunderts zu keiner anderen europäischen Stadt – sieht man einmal vom Sonderfall Rom ab – eine derart kreative Beziehung wie zu Berlin. Schon im August 1775, drei Jahre bevor er die Stadt kennenlernte, bezeichnete er Berlin in einem Brief an Anna Luisa Karsch als «Sodom». Der Austausch zwischen Weimar und diesem Sodom entpuppte sich als spannungsvolles Ineinander von Anziehung und Abstoßung und war Gegenstand eines Symposiums anläßlich der 250. Wiederkehr von Goethes Geburtstag. Die Beiträge des Symposiums, welches vom 9. bis 12. Juni 1999 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfand, sind in diesem Band vereinigt.
Aus dem Inhalt: Ernst Osterkamp: Vorwort – Nicholas Boyle: Goethe, Weimar, Berlin: der soziopolitische Kontext – Frank Schneider: Goethe und Reichardt – Norbert Miller: Musikalische Erfahrung bei Goethe. Das Bündnis mit Zelter und die Freundschaft zu Felix Mendelssohn Bartholdy, aus dem Briefwechsel erläutert – Rudolf Elvers: Die Goethes und die Mendelssohns – Barbara Hahn: Streit um Goethe. Kontroverse Lektüren in den Berliner Salons – Ernst Osterkamp: Gesamtbildung und freier Genuß. Wechselwirkungen zwischen Goethe und Wilhelm von Humboldt – Friedrich Kittler: Goethes Gabe – Hartmut Böhme: Goethe und Alexander von Humboldt. Exoterik und Esoterik einer Beziehung – Jutta Müller-Tamm: Farbe bekennen. Goethes Farbenlehre und die Berliner Wissenschaftspolitik um 1820 – Bernhard Siegert: Leichenschau zwischen Kunst und Medizin. Goethe und Hufeland – Werner Frick: Klassische Präsenzen: Die Weimarer Dramatik und das Berliner Nationaltheater unter Iffland und Graf Brühl – Andreas Beyer: Prosa versus Poesie - Schadow und Goethe – Helmut Börsch-Supan: Goethes Dichtungen als Inspirationsquelle für Berliner Maler.