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Der Begriff der Reinen Erfahrung bei Nishida Kitarà und William James

Und sein Einfluss auf Nishidas Verständnis von religiöser Erfahrung

Maximiliane Demmel

Nishida Kitarà (1870-1945) verschmolz westliche Lehren der Philosophie mit traditionellen japanischen Geistesströmungen und formulierte daraus ein eigenes philosophisches System. «Die Reine Erfahrung» steht im Mittelpunkt seines ersten Werkes Studie über das Gute. Diese Erfahrung steht einerseits für eine intensive Ver-schmelzungserfahrung mit der Wirllichkeit wie man sie z. B. bei Schelling als intellektuelle Anschauung oder im Zen-Buddhismus als Erleuchtungserfahrung kennt, andererseits stellt sie ein ontisch-ontologisches Urfaktum dar, welches sich in den Phänomenen der Welt ausdrückt. Da Nishida diesen Begriff von William James Philosophie der
Pure Experience übernahm, wird in der vorliegenden Publikation Nishidas Reine Erfahrung zunächst mit der Pure Experience ver-glichen. Nach der Auswertung bereits vorhandener Sekundär-literatur zu Nishidas Reiner Erfahrung wird dieser Begriff Nishidas schließlich mit religiöser Erfahrung in Relation gesetzt. Hier wird vor allem auf die religiösen Erfahrungen des Zen-Buddhismus, des Amida-Buddhismus und der christlichen Mystik eingegangen, da Nishida zu diesen religiösen Richtungen eine besondere Beziehung hatte.