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Die nationalsozialistische Sprachpolitik im besetzten Weißrussland 1941–1944

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Anastasia Antipova

Die Monographie beschreibt auf der Basis gründlicher Quellen- und Archivstudien Voraussetzungen, Pläne, Maßnahmen und Ergebnisse der NS-Sprachpolitik im Osten. Sie beleuchtet die sprachvölkischen und rasseideologischen Voraussetzungen sowie die vorgefundenen sprachsoziologischen Verhältnisse in Weißrussland und Nachbarländern. Ferner charakterisiert die Autorin die handelnden Personen und erlassenen Sprachvorschriften in differenzierter Weise und zeigt im Ergebnis, dass beim Eroberungs-, Unterdrückungs- und Vernichtungsfeldzug im Osten die Förderung von Sprache, Bildung und Kultur nur eine marginale Rolle spielte und vor allem im Dienste von «Teile und herrsche!» stand. Ein umfangreicher Anhang macht die wichtigsten Dokumente und Materialien zugänglich.

Die NS-Sprachpolitik als Herrschaftsinstrument im Sinne von divide et impera im besetzten Osten – Die Sprachpolitik des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete basierend auf der «Dekompositionspolitik» Rosenbergs – Die NS-Sprachpolitik im Generalbezirk Weißruthenien – Sprachpolitische Regelungen in der Verwaltung und der Schule – Die Einführung der Lateinschrift – Die Organisierung des Deutschunterrichts unter dem Generalkommissar Kube – Die Zurückstellung der Ausarbeitung von Sprachrichtlinien – Die Rückkehr zur kyrillischen Schrift unter dem Generalkommissar von Gottberg – Heeresgruppe Mitte: Handhabung der Sprachenfrage im Osten Weißrusslands – Bevorzugung der russischen Sprache