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Dogmatik I

Ökumenischer Glaube - heute- Spiritus Sanktus non est skeptikus- Luther

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Helmut Echternach

Was heisst «glauben»? Es wird versucht, diesen ebenso fundamentalen wie komplexen Begriff in seinen vielfachen Bedeutungen zu umschreiben: als Antwort und damit als urliturgisches Geschehen; als transzendierenden Existenzvollzug; als Gegenwart des Zukünftigen; als -immer angefochtene- Gewissheit: Während alle Wissenschaft ihrem Wesen nach möglichst bedingungslose Erkenntnis anstreben muss, und darum nur relative Gewissheit erreichen kann, sind Glaubenssätze Aussagen von bedingter Gewissheit - bedingt durch göttliches Handeln und auch durch spezifisches menschliches Verhalten - und darum in dieser Bedingtheit von absoluter Gewissheit. Darum ist Glaube nicht nur eine Fülle von Bewusstseinsakten, sondern ein reales Geschehen in den ontologischen Tiefendimensionen.
Aus dem Inhalt: Die «naive» Frage «Gibt es einen Gott»? misst das Dasein Gottes am Massstab eines ungeklärten, ohne Gott und damit gegen Gott gebildeten Seinsbegriff. Demgegenüber ist von Augustin, aber auch Luther und der Scholastik her festzustellen: «esse» ist Wertbegriff und damit Geschehen von Gott her und auf Gott hin. Entsprechend ist der Begriff «nichts» unter seinem Doppelaspekt zu sehen als nihil negativum und als nihil privativum, als nichts im Sinne von Null und von Minus - Die Lehre von der creatio es nihilo ist unter beiden Aspekten zu verstehn.