Show Less
Restricted access

Altersliebe in der deutschen Gegenwartsliteratur

Konzeptionen von erotisch konnotierter Liebe im jungen Alter (2005–2010)

Series:

Meike Dackweiler

So verbreitet das Ideal lebenslanger Paarliebe ist, so selten sind die AkteurInnen einer Liebesgeschichte alt. Doch zur Jahrtausendwende erschienen einige Romane mit mehr oder minder erfolgreich, aber immer erotisch liebenden ProtagonistInnen jenseits der 65.

Die Autorin analysiert die narrative Gestaltung erotisch liebender Alter aus einer queeren Perspektive. In Auseinandersetzung mit soziologischer, kognitionswissenschaftlicher und narratologischer Forschung entwickelt sie ein Modell zur Untersuchung von erotischer Liebe im ›jungen Alter‹. Ihr pluralistischer Blick auf das Experimentierfeld der Literatur zeigt die Möglichkeiten einer Neugestaltung von Geschlechtsidentitäten, Begehren, und Beziehungskonzeptionen im Alter. Liebe und Sexualität im Alter sind nicht länger Tabuthemen.

Liebende Alte in der Literaturgeschichte – Historische Figurenmodelle und -motive – Forschungsüberblick: (K)eine Literaturwissenschaft der Liebe? – Zwischen Realität und Fiktion – Gesellschaftliche und literarische Alterskonzeptionen in der Gegenwart –Methodische Überlegungen: Rezeptionsästhetik, Narratologie und Thematologie – Amour fou. Die ‹wahnsinnige Liebe› zu einer/m Jüngeren – Sich selbst der Nächste – Egozentrik in langjährigen Paarbeziehungen – Liebesbriefe – Erfüllte Altersliebe im Briefroman – Alte Liebende und Konzeptionen von Altersliebe in der jüngeren deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – Alte Liebende im Roman – ein Überblick über Figurenmodelle und -motiv – AutorInnen, deren Werke untersucht werden: Barbara Bronnen, Helen Meier, Wilhelm Genazino, Evelyn Grill, Martin Walser, Gabriele Weingartner