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Blickwechsel. Perspektiven der slawischen Moderne

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Edited By Gun-Britt Kohler

Unter dem Titel "Blickwechsel - Smena vzgljadov" fand im Mai 2008 eine internationale Tagung in Oldenburg statt, deren Ziel es war, den Modelltransfer in andere (auch andere nationalphilologische) Kontexte und die sich daraus ergebenden Interaktionen zu untersuchen. Zugleich war die Tagung und ist der Sammelband der Wirksamkeit des Oldenburger Slawisten Rainer Grübel gewidmet, die in den letzten vierzig Jahren weit über die disziplinären Grenzen seines Faches Bedeutung erlangt hat. Der Band gliedert sich in drei umfangreiche Schwerpunkte: Der 1. Abschnitt diskutiert Transferbewegungen und dabei die Rezeption der Theorien Michail M. Bachtins im Westen und deren Retransfer in die russische Szene. Der Schwerpunkt Kunsttheorie, Kulturtheorie, Philosophie behandelt 2. Probleme der Kunst-Lüge, der Politik des Tonfilms der Stalinzeit, der Frage nach "Name und Kultur in Russland" oder die Rolle des Samizdat für die Auflösung des Sozialistischen Realimsus. Der 3. Schwerpunkt widmet sich dem Komplex "Artefakte, Autoren, Konzepte" mit Artikeln zur internationalen Anagrammtheorie.

Transferbewegungen: Michail M. Bachtin  - Renate LACHMANN (Konstanz): Migration der Konzepte - Galin TIHANOV (Manchester): Mikhail Bakhtin: Multiple discoveries and cultural transfers - Натан ТАMАРЧЕHКO (Москва): Основания поэтики Бахтина и ее современная рецепция - Serge ROLET (Lille) : Интертекстуальность. Наследие Бахтина во Франции (о Юлии Кристевой)  - Sabine DOERING, Sabine KYORA (Oldenburg): - Kannibalismus und Caritas. Ingo Schulzes Petersburger Erzählungen mit Bachtin betrachtet - Matthias FREISE (Göttingen): Dialogische Literaturwissenschaft - Kunsttheorie, Kulturtheorie, Philosophie - Aage A. HANSEN-LÖVE (München): Der Schein trügt. Kunstlügen und Lügenkünste: Dissimulationen - Игорь П. Смиpнов (Konstanz): Политика звукового фильма (1930-1950)  Ralf GRÜTTEMEIER (Oldenburg): Den Autor besser verstehen als er sich selbst? Zum ‚Problem‘ der Autorintention im Russischen Formalismus - Wolfgang EISMANN (Graz): Name und Kultur in Russland - Магуsе DЕNNES (Bordeaux): Понятие «Модерна» и «современности» и его критика в контексте межкультурного диалога (на примере сопоставления России с Западом) - Ulrich SCHMID (St. Gallen): Das Ich und die Welt. Georges Bataille und die russische Philosophie -Владимир Новиков (Москва): Дискурс и понимание. Василий Розанов глазами Райнера Грюбеля - Владимир ФЕщЕнко (Москва): Текст художника как факт лингвистики и эстетики. К проблеме битекстуальности в авангардном искусстве - Wolfgang Stephan KISSEL (Bremen): Gegenkanon und kulturelles Gedächtnis: Zur Rolle des Samizdat bei
der Erosion des sozialistischen Realismus  - Karol SAUERLAND (Torun): Die Shoa aus der Sicht der polnischen Literatur während des Kriegs und unmittelbar danach - Ольга НОВИКОВА (Москва): Модерн после постмодерна? Первые шаги литературы XXI столетия - Artefakte, Autoren, Konzepte
Erika GREBER (Erlangen): Anagrammatismus – magna summa artis. Eine theoriegeschichtliche Synopse der Anagrammtheorie (französisch-russisch-deutsch) - Hans GÜNTHER (Bielefeld): „Simultaneità“ und „konstrukcija“: Ästhetische Kategorien des italienischen Futurismus und der russischen Avantgarde im Vergleich -
Brigitte OBERMAYR (Berlin): Biographie und Faktographie am Beispiel von Vikentij Veresaevs Pukin v zizni (1926/1936) - Georg WITTE (Berlin): „Zu meiner Zeit“. Konzeptualismus als Erinnerung - Gun-Britt KOHLER (Oldenburg): „Scripsi“, „писахъ”, „scripturire“. Autorschaft und Schreiben bei Achmatova und Barthes - Walter KOSCHMAL (Regensburg): - Wege zur Substanz – Gennadij Ajgis Gedichte (zwischen Wittgenstein
und Malevi|) - Sander BROUWER (Groningen): Re-entering memory: Viktor Erofeev’s The Good Stalin - Anton KIRCHHOFER (Oldenburg): “To strangle whatever nature is within us”: Grand narratives and melodramatic Nihilism in Oscar Wilde’s Vera, or The Nihilists - Monika TOKARZEWSKA (Torun): Bruno Schulz und Walter Benjamin. Zwischen ostmitteleuropäischer Provinz und westeuropäischer Metropole - Reinhard LAUER (Göttingen): Maksim Gor’kij in den Revolutionsjahren 1905/06