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Narses. Politik, Krieg und Historiographie

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Dariusz Brodka

Narses, ein Eunuch und Feldherr des Oströmischen Kaisers Justinian, war eine bedeutende Gestalt der ausgehenden Spätantike. Von den 530er Jahren bis etwa 568 spielte er als Politiker und Feldherr eine wichtige Rolle im Oströmischen Reich. Trotzdem sind viele Aspekte seiner Karriere umstritten.

Das Buch untersucht die Karriere von Narses und bietet einen Einblick in die Faktoren, die zu seinem politischen Aufstieg beitrugen. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich auf seinen realen Wirkungskreis, der sich im Laufe vieler Missionen kristallisierte, während er als kaiserlicher Sonderbeauftragter agierte. Im Fokus der Studie stehen die konkreten Ereignisse, an denen Narses aktiv teilnahm, u. a. der Nika-Aufstand, die religionspolitischen Wirren in Ägypten und die Gotenkriege. Das Buch versteht sich auch als eine quellenkritische Studie zur spätantiken Historiographie, deren Aufgabe ist, die einzelnen historiographischen Traditionsstränge, die sich auf Narses beziehen, zu identifizieren, voneinander abzugrenzen und zu untersuchen.

Überblick über die wichtigsten Quellen – Lebensweg und Karriere von Narses bis 531 –Nika-Aufstand 532 – Alexandria 535–536 – Italien 538–539 –Gotenkrieg – Konflikt mit Belisar –Schwierige Dekade: 540–550 – Sturz des Johannes des Kappadokers – Italien 551–571/2 – Kampagne gegen die Goten 551–552 – Krieg gegen die Franken 553–554 – Nachkriegszeit in Italien – Religiosität von Narses – Narses in der Historiographie