Show Less
Restricted access

Juli Zehs Roman «Spieltrieb»

Intertextuelles Spiel als Ausdruck von Gesellschafts- und Kulturkritik

Series:

Carolin Kull

Juli Zehs Spieltrieb ist in höchstem Maße intertextuell: Bereits der Titel selbst verweist auf den Erzählgegenstand – das sexuelle, so genannte Spiel zweier Schüler mit ihrem Lehrer – sowie auf die äußere Form, die intertextuelle Anlage des Werks.

Mit Bezug auf die anthropologischen Ideen Friedrich Schillers, die mathematische Spieltheorie Robert Axelrods, Robert Musils Mann ohne Eigenschaften und das Prinzip Hoffnung Ernst Blochs wird der selbstreflexive Umgang mit Literatur thematisiert. Damit verknüpfte Fragestellungen und essayistische Einschübe zu sozialen, moralischen und ethischen Perspektiven der Gegenwart innerhalb der Romanhandlung werden vor diesem Hintergrund diskutiert und mit Blick auf ein darüber transportiertes Moment von Gesellschafts- und Kulturkritik interpretiert.

Intertextualitätsdiskurs – Das Sujet des Spiels als Leitmotiv und Ausgangspunkt intertextueller Bezüge – Robert Musils Mann ohne Eigenschaften. Narrative und inhaltliche Integration in Spieltrieb – Bildung unter dem Postulat Hoffnung? Veränderung oder Systemerhalt – Das Prinzip Hoffnung als Ausgangspunkt bildungskritischer Reflexion