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Gottschee revisited

Geschichtsnarrative und Identitätsmanagement im Cyberspace

Georg Marschnig

Das Buch bietet eine diskursanalytische Untersuchung kollektiver Identitätskonstruktionen im Internet. Dabei wird die globale Gottscheer-Diaspora hinsichtlich der Erzählung ihrer eigenen Geschichte fokussiert. Nach mehreren Auswanderungswellen, der Umsiedlung 1941 und der Flucht aus dem heutigen Slowenien, leben Gottscheerinnen und Gottscheer heute über die ganze Welt verstreut. Viele sind in Vereinen organisiert. Die auf den Websites präsentierten Geschichten werden diskursanalytisch untersucht. Dabei arbeitet der Autor gegenläufige Narrative heraus, verdeutlicht umkämpfte Erzählungen und beschreibt Kämpfe um Deutungshoheiten. Die Untersuchung ist von hoher Relevanz, da angesichts des langsamen Verschwindens der letzten in der Kocevska/Gottschee Geborenen eine neue Phase in der Erinnerung der Gottscheer Geschichte beginnt.

Geschichte der Gottscheer Deutschen und ihre Präsentation im Internet – Verhandlung durch unterschiedlichste Akteure – Theorien zum kollektiven Gedächtnis von Jan und Aleida Assmann – Diskursanalytische Annäherung an die Ausverhandlung der verschiedenen Gottscheer Narrative im Internet – Performative Aspekte der Websites