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Wirtschaftskrieg und Monopolkapital

Das Bild der Europäischen Gemeinschaft in der sowjetischen Presse 1979 bis 1985

Carl Alexander Krethlow

Wie wurde die Europäische Gemeinschaft durch die sowjetische Presse in der Stagnationsperiode des kommunistischen Regimes der Jahre 1979 bis 1985 rezipiert? Dieser zentralen Fragestellung geht die Studie nach. Detailliert erörtert der Autor wie in den bedeutendsten sowjetischen Zeitungen und Fachzeitschriften das Bild der EG und ihrer wichtigsten Problemfelder vermittelt wurde. Es wird untersucht, in welchem Masse eine objektive Darstellung der Europäischen Gemeinschaft möglich war und entlang welcher Bruchlinien sich Ansätze einer Differenzierung manifestierten. Das Spannungsfeld zwischen sozialistischer Propaganda und tatsächlicher Information wird ausgeleuchtet. Vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts und der europäischen Integration erlauben die unterschiedlichen Pressekommentare Rückschlüsse auf die soziale Strukturierung der angeblich «klassenlosen» sowjetischen Gesellschaft und den zunehmenden Zerfall der Glaubwürdigkeit ideologischer Prämissen.
Aus dem Inhalt: Zu den Verständnisgrundlagen und Rahmenbedingungen: Der Ost-West-Konflikt – Die Beziehungen der Sowjetunion zu Westeuropa – Tendenzen der europäischen Integration – Die sowjetische Presse. Zur EG im Spiegel der sowjetischen Presse: Der europäische Integrationsprozess – Die Organe der Europäischen Gemeinschaft (Rat, Ministerrat, Kommission, Europäisches Parlament) – Die innenpolitischen Bereiche der EG (z. B. Währungs- und Finanzpolitik, Agrarpolitik, Grönlands Austritt aus der EG, Gender Politics) – Die Aussenbeziehungen der EG (Süderweiterung, USA & NATO, UdSSR & RGW, Industriestaaten, Entwicklungsländer) – Die Zukunft der EG.