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Urbilder, Suchbilder, Trugbilder

Inszenierungen und Rituale des Sehens- Kunst zwischen Kultur und Evolution

von Christa Sütterlin (Autor:in)
Sammelband 258 Seiten

Zusammenfassung

Anders als die Wort-Sprache ist die Bild-Sprache ein eher konservatives Medium. Dem Linguistic Turn, der das Denken als Form der Sprache erklärte, stellt sich ein Iconic Turn zur Seite, der unser Bild der Welt an Formen des Sehens bindet. Diese sind nicht allein kulturell, sondern in der Basis während der langen Evolution des Menschen entwickelt worden als Anpassungen an verschiedene Formen der Wirklichkeitswahrnehmung und des Weltbezuges. Die Beschäftigung damit versteht sich als ein Beitrag zur Anthropologie. Im Fokus des Interesses stehen «Bildformeln» und Bild gewordene Vorstellungen, die langfristig überlebt und ihre Prägnanz gegen alle Zaubermächte des kulturellen Wandels bewahrt haben, wie die Sirene oder Heraldische Frau, das menschliche Körperschema der Felsbildkunst, die Schreckmaske als Urbild des Apotropaions oder die sogenannte Pathosformel, welche auf eine gestische Rezeption hinweist, die der bildwissenschaftlichen Analyse vorauseilt.

Details

Seiten
258
ISBN (PDF)
9783653029024
ISBN (Paperback)
9783631602904
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2013 (Dezember)
Schlagworte
Schreckmasken Tetes coupées Neuroethologie
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. 258 S., 55 s/w Abb.

Biographische Angaben

Christa Sütterlin (Autor:in)

Christa Sütterlin, geboren in Zürich; Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie; Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds zur experimentellen Ästhetik am Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München; seit 1983 Mitglied der Forschungsstelle für Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft, heute Humanethologisches Filmarchiv, Andechs, mit Schwerpunkt Kulturenvergleich; Feldforschung in Indonesien, Afrika und Neuguinea.

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Titel: Urbilder, Suchbilder, Trugbilder