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40 Jahre Leichenshow – Leichenschau

Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi "Tatort" vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod

von Stephan Völlmicke (Autor:in)
Dissertation 378 Seiten

Zusammenfassung

«Tod im Fernsehen» und «Tod in der Realität» haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, auf den zweiten Blick jedoch ist auch der fiktive Tod in Film- und Fernsehsendungen immer ein Produkt des Umgangs mit dem Tod in der Gesellschaft und umgekehrt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Todes in den Medien, speziell im Tatort, und reflektiert dabei den Umgang mit Sterben und Tod in der Gesellschaft. In einer Langzeituntersuchung werden die Veränderungen der filmisch-gestalterischen Mittel der Todesdarstellung in der Krimireihe Tatort analysiert. Die Arbeit zeigt, dass es eine offensichtliche Tendenz zu immer längeren und gleichzeitig sehr nahen, distanzarmen Todesdarstellungen gibt, die eine bis dahin ungewohnte, sehr direkte und detailreiche Perspektive auf den toten Körper offeriert. Die Arbeit macht zudem deutlich, dass die Gründe für die zunehmenden und drastischeren Todesdarstellungen im Fernsehen nicht ausschließlich auf ihren hohen Unterhaltungswert zurückzuführen sind, sondern dass die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit Sterben und Tod einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Weise der Todesdarstellungen im Fernsehen haben. Die Erzählungen vom Tod in den Medien thematisieren die in der Gesellschaft vorherrschenden Definitionen von Tod.

Details

Seiten
378
ISBN (PDF)
9783653026726
ISBN (Hardcover)
9783631637289
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2013 (November)
Schlagworte
Medialisierung des Todes Kultivierung von Todesbildern fiktive Tod distanzarme Todesdarstellungen Todesdarstellung filmisch-gestalterischen Mittel
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. 378 S., 31 Abb.

Biographische Angaben

Stephan Völlmicke (Autor:in)

Stephan Völlmicke wurde in Olpe geboren. Er absolvierte das Studium der Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Münster. Seit 2011 ist er Wissenschaftlicher Koordinator des DFG-Graduiertenkollegs «Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt» an der Universität Münster.

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Titel: 40 Jahre Leichenshow – Leichenschau