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Kultur – Kommunikation – Kreativität – Reflexivität

Beiträge zum universitären Fremdsprachenunterricht

von Sylwia Adamczak-Krysztofowicz (Band-Herausgeber:in) Anna Szczepaniak-Kozak (Band-Herausgeber:in)
Sammelband 223 Seiten

Zusammenfassung

Dieser Band setzt sich zum Ziel, praktische Erfahrungen und Reflexionen aus der universitären Fremdsprachendidaktik zu diskutieren und Einblicke in wesentliche Trends einer (breit gefassten) modernen angewandten Sprachwissenschaft zu vermitteln. Er präsentiert vierzehn empirisch gestützte wie auch innovativ-theoretische Beiträge zu vier aktuellen Schwerpunkten der Diskussion um die Fremdsprachendidaktik an der Hochschule: Kultur, Kommunikation, Kreativität und Reflexivität. Sie richten sich an einen breiten Kreis von Forschenden, Lehrenden und Studierenden aus verschiedenen Ländern und sollen Anstoß zu grenz- und sprachübergreifenden Kooperationen geben.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Vorwort der Herausgeberinnen
  • Teil 1: Kultur
  • Kreativer interkultureller Lernraum Film
  • Einleitung
  • Filmtitel verstehen und übersetzen
  • Über Filmplakate sprechen und schreiben
  • Mehrsprachigkeitsfilme hören, sehen und verstehen
  • Begegnungsfilme verstehen, analysieren und kritisch hinterfragen
  • Literatur:
  • Interkulturelle Begegnungsdidaktik für angehende Fremdsprachenlehrende: Theorie und Praxis
  • Einleitung
  • Definition, Merkmale und Formen interkultureller Begegnungsdidaktik
  • Beispiele von interkulturellen Begegnungen im Studium der Angewandten Linguistik
  • Direkte Begegnungen im Rahmen des Lehr- und Forschungsprojekts „POLDI“
  • Medial vermittelte Begegnungen im Rahmen bilateraler Kooperationsseminare
  • Stellenwert interkultureller Begegnungen für die zukünftige Lehrtätigkeit
  • Fazit
  • Literatur:
  • Historische Inhalte im Kontext der Vermittlung interkultureller Kompetenz an Studierende der Germanistik
  • Einleitung
  • Literarische Texte als Medium für die Vermittlung historischer Inhalte in ihrer interkulturellen Dimension
  • Stereotype. Entdeckung und Stärkung des Bewusstseins?
  • Sozio-historische Kompetenz durch Arbeit am literarischen Text
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur:
  • Primärliteratur
  • Sekundärliteratur
  • Teil 2: Kommunikation
  • Interlanguage pragmatics: A study into the acquisition of pragmatic competence in English as a foreign language context
  • Introduction: terms explained
  • The methodological background to the study
  • Polish requests
  • Data analysis
  • Situation 6
  • Alerters
  • External mitigation
  • Requestive acts
  • Internal mitigation
  • Situation 12
  • Alerters
  • External mitigation
  • Requestive acts
  • Internal mitigation
  • Conclusions
  • References:
  • Aspects of the learner-oriented and discourse-based teaching of speaking – from the theoretical and students’ perspectives
  • Introduction
  • Defining what to teach
  • Teaching interaction
  • Action research project
  • The research group, instruments and research questions
  • Procedure and results
  • Conclusions
  • References:
  • Zur Förderung der Berufskompetenz von DaF-Lernenden mithilfe eines berufsübergreifenden Lehrwerks
  • Einführung
  • Berufskompetenz
  • Handlungsfähigkeit
  • Charakteristik des Lehrwerks AB&C
  • Analyse des Lehrwerks AB&C
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur:
  • Primärliteratur:
  • Sekundärliteratur:
  • Berufsbezogene Lehrwerke:
  • Teil 3: Kreativität
  • Göttergabe, Modewort oder…? Einige Überlegungen zur Kreativität (nicht nur) aus fremdsprachendidaktischer Sicht
  • Einleitung
  • Kreativität – ein alter und neuer Begriff zugleich?
  • Kreativität als ein relevantes und zu förderndes Potential
  • In Richtung Kreativitätsförderung – kreatives Schreiben auf der Fortgeschrittenenstufe des Fremdsprachenunterrichts
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur:
  • Hörverstehenskompetenz mit Podcasts individuell und kreativ fördern?– Ja, aber wie?
  • Einführung
  • Podcast – zum Begriff
  • Podcast – Versuch einer Definition
  • Synonyme Bezeichnungen von Podcasts
  • Hören von Podcasts – drei Hauptmöglichkeiten
  • Gründe für den Einsatz von Podcasts beim fremdsprachlichen HV-Training
  • Podcasts bei der individuellen und kreativen Förderung der Hörverstehenskompetenz
  • Zusammenfassung ausgewählter Untersuchungsergebnisse
  • Reflexion und Ausblick
  • Literatur:
  • Multimodality in e-portfolios: Has learning languages ever been so complicated?
  • Introduction
  • Layout and images
  • Hypertextuality
  • Typographical resources and language accuracy
  • Evaluation
  • Conclusions
  • References:
  • Teil 4: Reflexivität
  • Language awareness as derived from the ecological approach: Critical ecological language awareness of an L2 teacher
  • Introduction
  • Historical review of main concepts
  • Discourse vs. critical discourse analysis
  • Language awareness vs. critical language awareness
  • The ecological approach in the critical framework
  • Ecological linguistics
  • Critical ecological language awareness
  • Critical ecological language awareness and the L2 teacher
  • Conclusions
  • References:
  • Bewusstes Fremdsprachenlernen mit bloggenden Lehrenden
  • Einleitung
  • Blog: begriffliche Erklärungen
  • Motivation der Lehrenden zum Blogschreiben
  • Blogs als asynchrones Kommunikationswerkzeug
  • Nachteile des Blogs
  • Kompetenzen bloggender Lehrkräfte
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur:
  • Exploring the transition from academia to the workplace through career narratives of English philology graduates
  • Introduction
  • Career prospects for English philologists
  • The narrative approach to career research
  • Method
  • Research aims and questions
  • Data collection
  • Participants
  • Data analysis
  • Results and discussion
  • Dominating career paths
  • The transition to the job market
  • English (un)proficiency?
  • Curriculum evaluation
  • Pedagogical career
  • Conclusions
  • References:
  • Internet sources:
  • Appendix
  • Englisch als Interferenzquelle für Grammatikfehler in der schriftlichen Produktion im Deutschen. Didaktische Implikationen zur Förderung der Sprachbewusstheit im Fremdsprachenstudium
  • Einleitung
  • Studien zu L2-L3 Interaktionen
  • Forschungsüberblick
  • Studie an der Universität Gdańsk
  • Forschungsergebnisse
  • Zur Förderung der Sprachbewusstheit
  • Zur Rolle der Sprachbewusstheit
  • Vergleichende Grammatik
  • Vergleich der Strukturen
  • Zusammenfassung
  • Literatur:
  • Der sprachliche Hintergrund von Kindern in zweisprachigen Kindergärten mit den Arbeitssprachen Polnisch und Deutsch – eine vergleichende Studie. Zur Relevanz von Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Immersionsmethode für DaF-Studierende und DaF-Lehrkräfte
  • Einleitung
  • Zielsetzung
  • Kinder mit monolingualem Hintergrund
  • Kontakte der Kinder zu anderen Sprachen auβerhalb der Kita
  • Kitaarbeitssprachen: Sprachpräferenzen deutsch- und polnischsprachiger Eltern
  • Kinder mit bilingualem Hintergrund (Polnisch-Deutsch) und Kinder mit monolingualem Hintergrund (Deutsch oder Polnisch) in anderssprachiger Umgebung
  • Kommunikationssprachen innerhalb der Familien
  • Kontakte zu anderen Sprachen als Deutsch und Polnisch
  • Kontakte zum Polnischen/Deutschen
  • Die Wahl der Kitasprache
  • Fremdsprachenkenntnisse der Eltern
  • Resümee
  • Implikationen für Lehramtsstudierende im Fach DaF
  • Literatur:
  • Autorenverzeichnis
  • Reihenübersicht

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Vorwort der Herausgeberinnen

Sylwia Adamczak-Krysztofowicz Anna Szczepaniak-Kozak

Der vorliegende vierte Band der Posener Beiträge zur Angewandten Linguistik erscheint unter dem Titel „Kultur – Kommunikation – Kreativität – Reflexivität. Beiträge zum universitären Fremdsprachenunterricht“. Er dokumentiert das breite Spektrum an Perspektiven auf aktuelle Fragen der Fremdsprachendidaktik an der Hochschule, die auf einer im Oktober 2012 bereits zum dritten Mal in Piła (Polen) organisierten internationalen Konferenz präsentiert wurden. Die Veranstalter waren drei polnische universitäre Bildungseinrichtungen: das Seminar für Angewandte Linguistik und Englische Philologie der Staatlichen Fachhochschule „Stanisław Staszic“ in Piła in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Linguistik der Adam Mickiewicz-Universität Poznań (Seminar für Interkulturelle Glottopädagogik) und dem Lehrstuhl für Angewandte Linguistik und Translatorik der Universität Gdańsk.

Die Titelbegriffe der Publikation gehören seit langem zu den Grundbegriffen einer universitären Fremdsprachendidaktik. Der Band richtet sich daher an einen breiten Kreis von ForscherInnen und DidaktikerInnen und setzt sich zum Ziel, praktische Erfahrungen und Reflexionen aus der hochschuldidaktischen Fremdsprachendidaktik zu diskutieren und Einblicke in Trends einer (breit gefassten) modernen angewandten Sprachwissenschaft zu vermitteln.

Der Band umfasst insgesamt 14 Beiträge, die vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet wurden:

1. Kultur: Der erste Teil ist der Förderung interkultureller Kompetenz(en) im Fremdsprachenunterricht in und außerhalb des Seminarraums gewidmet, wobei außerschulische Lernorte sowie internationale Projekte besondere Berücksichtigung finden.

2. Kommunikation: Der zweite Teil fokussiert die Entwicklung der Fertigkeit Sprechen unter besonderer Berücksichtigung von Erkenntnissen der Interlanguage Pragmatics.

3. Kreativität: Die Beiträge im dritten Teil konzentrieren sich auf die Rolle der Kreativität, insbesondere im Kontext neuer Medien und Technologien.

4. Reflexivität: Der letzte Teil des Bandes setzt sich mit der Sprachbewusstheit beim Fremdsprachenlehren und -lernen auseinander.

Den ersten Teil eröffnet der Beitrag von Camilla Badstübner-Kizik „Kreativer interkultureller Lernraum Film“, der sich dem mehrdimensionalen und multimedialen Potenzial des Lernens mit Filmen widmet. Die Autorin stellt dar, wie im ← 7 | 8 → „Lernraum Film“ an ausgewählten Lernzielen kreativ, authentisch und autonom gearbeitet werden kann und illustriert dies an zahlreichen Beispielen aus der hochschuldidaktischen Arbeit mit Filmtiteln, Filmplakaten, Mehrsprachigkeitsfilmen und Begegnungsfilmen.

Mit Überlegungen und Empfehlungen hinsichtlich der Entwicklung von interkultureller Kompetenz im Rahmen einer Begegnungsdidaktik beschäftigt sich Sylwia Adamczak-Krysztofowicz in ihrem Beitrag „Interkulturelle Begegnungsdidaktik für angehende Fremdsprachenlehrende: Theorie und Praxis“. Die Autorin plädiert dafür, allen Studierenden fremdsprachiger Philologien im Rahmen ihrer Ausbildung grenzüberschreitendes, kooperatives Lernen sowohl in direkter als auch in medial vermittelter interpersoneller Kommunikation zu ermöglichen. Darüber hinaus schildert sie, wie man angehende Fremdsprachenlehrende effektiv auf die erfolgreiche Durchführung eines Schüleraustausches vorbereiten kann.

Der Artikel von Adam Sobek „Historische Inhalte im Kontext der Vermittlung interkultureller Kompetenz an Studierende der Germanistik“ erörtert die Bedeutung literarischer Texte für die Thematisierung historischer Inhalte und die Förderung interkultureller Kompetenzen. Der Verfasser zeigt an zwei konkreten Beispielen Möglichkeiten zur Veranschaulichung und Vermittlung historischen Wissens als Teil interkultureller Kompetenz mit Hilfe von fiktionalen Texten auf.

Der zweite thematische Bereich der Publikation beginnt mit dem Beitrag „Interlanguage pragmatics: A study into the acquisition of pragmatic competence in English as a foreign language context“, in dem Anna Szczepaniak-Kozak die Frage aufwirft, ob fortgeschrittene Studierende des Englischen über eine angemessen hohe pragmatische Kompetenz verfügen. Die Autorin geht davon aus, dass die Entwicklung einer allgemeinsprachlichen Kompetenz noch lange nicht die Entwicklung des Wissens und der Fähigkeiten aus dem Bereich der pragmalinguistischen sprachlichen Mittel sowie ihrer soziopragmatischen Bedingtheit bedeutet und beide Prozesse nicht unbedingt parallel verlaufen. Sie überprüft diese Annahme am Beispiel von fortgeschrittenen Studierenden, deren Muttersprache Polnisch ist. Szczepaniak-Kozak analysiert Probleme, die ihnen beispielsweise das Formulieren von Bitten bereitet und eröffnet somit mittelbar die Diskussion um die Frage, ob Studierende in formalen Übungen im universitären Unterricht die Gelegenheit haben, sich mit einem möglichst breiten Repertoire an pragmalinguistischen Mitteln vertraut zu machen.

Der Beitrag „Aspects of the learner-oriented and discourse-based teaching of speaking – from the theoretical and students’ perspectives“ behandelt eine wichtige Fragestellung aus dem Bereich der universitären Fremdsprachenmethodik, die Schulung der Sprechfertigkeit. Magdalena Aleksandrzak weist hier auf die wichtige Rolle von Mikrofertigkeiten hin, deren Entwicklung im Sprechtraining auf einer fortgeschrittenen Stufe notwendig ist. Darüber hinaus ← 8 | 9 → werden ausgewählte Aspekte des Sprechenlehrens auf der Basis authentischer Interaktion im Unterrichtsraum mit dem Ziel besprochen, die Hauptprobleme beim Sprechen zu identifizieren und die Effektivität unterschiedlicher Arbeitsformen aus der Sicht der Studierenden zu bewerten.

Den zweiten Teil rundet der Artikel von Bartosz Cudzich „Zur Förderung der Berufskompetenz von DaF-Lernenden mithilfe eines berufsübergreifenden Lehrwerks“ ab. Der Autor hebt in seinem Beitrag die Rolle von Berufskompetenz in der heutigen Arbeitswelt hervor und stellt die Frage nach den Möglichkeiten der Entwicklung einer fremdsprachlichen Berufskompetenz im universitären DaF-Unterricht mithilfe eines Lehrwerks. Als Beispiel präsentiert er das Lehrwerk AB&C, das anhand eng angelegter Kriterien analysiert wird.

Kreatives Lehren und Lernen bilden den Schwerpunkt des dritten thematischen Schwerpunkts des Bandes, der mit dem Beitrag von Agnieszka Pawłowska „Göttergabe, Modewort oder …? Einige Überlegungen zur Kreativität (nicht nur) aus fremdsprachendidaktischer Sicht“ beginnt. Die Autorin versucht, möglichst viele Gesichtspunkte der Kreativität zu beleuchten, wobei sie auf den Mangel an Raum für Kreativität im Hochschulwesen hinweist. Der Beitrag liefert Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Kreativität, darunter auf die Frage, wie diese im Lernprozess sinnvoll gefördert werden kann. Einen interessanten Schritt in Richtung Kreativitätsförderung sieht die Autorin im kreativen Schreiben.

Katarzyna Trojan lenkt das Interesse auf kreatives Lehren und Lernen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Beitrag „Hörverstehenskompetenz mit Podcasts individuell und kreativ fördern? – Ja, aber wie?“nimmt Podcasts und ihr Potenzial bei der Entwicklung von Hörverstehenskompetenz in den Blick und bespricht ausgewählte Möglichkeiten der kreativen Arbeit mit Podcasts bei der individuellen Schulung der Hörverstehenskompetenz erwachsener fortgeschrittener Lernender des Deutschen.

Der Beitrag „Multimodality in e-portfolios: Has learning languages ever been so complicated?“ greift das Thema des Studierenden als aktivem Teilnehmer im Prozess des Selbstlernens auf. Maria del Mar Suárez fokussiert in ihrem Artikel die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz von Studierenden in virtuellen Lernumgebungen, unter besonderer Berücksichtigung von E-Portfolios. Dabei stellt sie ein Forschungsprojekt dar, das der Entwicklung der kommunikativen Kompetenz mithilfe von multimedialen Mitteln auf der Edu-Plattform der Universität Barcelona gewidmet wurde. Darüber hinaus gewährt die Autorin Einblicke in die Möglichkeiten der Sprachbildung in einer Blended-Learning-Umgebung.

Im letzten thematischen Bereich des Bandes gilt das Augenmerk der Reflexivität beim Fremdsprachenlehren und -lernen. Den Schlüsselbegriff thematisiert der Beitrag von Hadrian Lankiewicz „Language awareness as derived from ← 9 | 10 → the ecological approach: Critical ecological language awareness of an L2 teacher“. In seinem Artikel plädiert der Autor dafür, die Aktivierung der Sprachbewusstheit von Studierenden und zugleich angehenden Lehrenden als Pflichtelement in den universitären Curricula zu verankern. Durch die Ausbildung kritischer Sprachbewusstheit können Studierende nicht zuletzt zu einer aktiven Teilnahme am Leben eines demokratischen Staates angeleitet werden.

Das Thema der Reflexivität bei Lehrenden greift Gabriela Gorąca-Sawczyk in ihrem Beitrag „Bewusstes Fremdsprachenlernen mit bloggenden Lehrenden“ auf, in dem sie Überlegungen anstellt, warum sich Lehrkräfte für das Bloggen entscheiden und welche Motive sie dabei für wichtig halten. Des Weiteren unterzieht die Autorin wesentliche Kompetenzen erfolgreich bloggender Lehrender einer genaueren Analyse und bringt sie in Zusammenhang mit den Prämissen bewussten Fremdsprachenlernens.

Emilia Wąsikiewicz-Firlej beschäftigt sich in ihrem Beitrag „Exploring the transition from academia to the workplace through career narratives of English philology graduates“mit der notwendigen Anpassung universitärer Bildung an die Bedürfnisse und Anforderungen eines sich stets verändernden Arbeitsmarktes. Eine der Möglichkeiten, sich diesem Aspekt anzunähern, sieht sie in der Beobachtung der Berufskarrieren von AbsolventInnen. Sie analysiert Daten, die unter polnischen AbsolventInnen der englischen Philologie erhoben wurden und aus denen Informationen über deren beruflichen Werdegang, tatsächliche Berufsbedürfnisse sowie die nachträgliche Beurteilung der Adäquatheit von Studieninhalten gewonnen werden können. Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass das Niveau der Zufriedenheit mit der ausgeübten Arbeit und die Bewertung der universitären Vorbereitung auf den Berufsweg vom jeweiligen Wirtschaftssektor und von dem Arbeitsplatz abhängen, an dem die Befragten tätig sind.

Im Mittelpunkt des Interesses von Jolanta Hinc steht die sprachliche Bewusstheit von Studierenden. In ihrem Artikel „Englisch als Interferenzquelle für Grammatikfehler in der schriftlichen Produktion im Deutschen. Didaktische Implikationen zur Förderung der Sprachbewusstheit im Fremdsprachenstudium“ diskutiert die Autorin die Ergebnisse einer empirischen Studie, die unter polnischen Studierenden des ersten Studienjahres der Angewandten Linguistik durchgeführt wurde. Die Daten werden mit denen anderer Forschungsprojekte im Bereich der L1-L2-L3-Interaktion verglichen und daraus Schlussfolgerungen für den universitären DaF-Unterricht gezogen.

Der Band schließt mit dem Beitrag von Małgorzata Bielicka „Der sprachliche Hintergrund von Kindern in zweisprachigen Kindergärten mit den Arbeitssprachen Polnisch und Deutsch – eine vergleichende Studie. Zur Relevanz von ← 10 | 11 → Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Immersionsmethode für DaF-Studierende und DaF-Lehrkräfte“. Die Autorin belegt einmal mehr, dass es lohnenswert ist, die bilinguale Ausbildung von Kindern zu fördern und interpretiert die Ergebnisse einer in einem bilingualen Kindergarten durchgeführten Untersuchung in ihrer Relevanz für die universitäre Ausbildung von DaF-Lehrenden.

Details

Seiten
223
ISBN (PDF)
9783653033397
ISBN (ePUB)
9783653991833
ISBN (MOBI)
9783653991826
ISBN (Hardcover)
9783631644881
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2014 (April)
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. 223 S., zahlr. Abb. und Tab.

Biographische Angaben

Sylwia Adamczak-Krysztofowicz (Band-Herausgeber:in) Anna Szczepaniak-Kozak (Band-Herausgeber:in)

Sylwia Adamczak-Krysztofowicz ist Leiterin des Lehrstuhls für Interkulturelle Glottopädagogik am Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań. Ihre Forschungsinteressen umfassen u.a. interkulturelle Begegnungsdidaktik, interkulturelle Kommunikation, neue Medien, Textdidaktik sowie die integrative Hörverstehensförderung. Anna Szczepaniak-Kozak ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań. Ihre Forschungsinteressen umfassen Fragen der interkulturellen Kommunikation, insbesondere in Bezug auf pragmatische und situationsbezogene Aspekte.

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Titel: Kultur – Kommunikation – Kreativität – Reflexivität