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«Der Charakter des Spielplans bestimmt das Wesen des Theaters»

Die Bayerische Staatsoper in München zwischen 1918 und 1943

von Claudia Irion-Senge (Autor:in)
Dissertation XV, 324 Seiten

Zusammenfassung

Die Studie untersucht die Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunst- und Kulturpolitik im Bereich des Musiktheaters, dargestellt am Beispiel der Bayerischen Staatsoper in München. Anhand eines rekonstruierten Spielplans der Weimarer Zeit und des Dritten Reiches, einer detaillierten Spielplananalyse sowie ausführlichen Archivrecherchen wird herausgearbeitet, wie sich die Spielplangestaltung unter dem Einfluss von unterschiedlichen Regierungsformen darstellt. Thematisiert wird darüber hinaus auch, ob und wie sich die Institution der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung ihres Generalintendanten Clemens Krauss – immerhin Hitlers Lieblings-Opernhaus – als Propagandainstrument im Dritten Reich instrumentalisieren ließ.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Widmung
  • Vorwort
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Illustrationen
  • Verzeichnis der Abkürzungen
  • Grundlagen der Untersuchung
  • (1) Thematische Einführung
  • (2) Forschungsstand und Quellenlage
  • (3) Zielsetzung und Erkenntnisziele der Untersuchung
  • (4) Aufbau und Gang der Untersuchung
  • A. Die Bayerische Staatsoper in der Weimarer Republik
  • A.I Grundzüge des Theaterwesens in der Weimarer Republik
  • A.I.1 Das Musiktheater und seine Bedeutung ab 1918
  • A.I.2 Die Freiheit der Spielplangestaltung und ihre Grenzen
  • A.II Zur Geschichte der Bayerischen Staatsoper in München
  • A.II.1 Prägende Persönlichkeiten während der Weimarer Republik
  • A.II.2 Bedeutung und Entwicklungslinien bis 1933
  • B. Die Bayerische Staatsoper und der Nationalsozialismus
  • B.I Grundlagen und Strukturen einer NS-Theaterpolitik
  • B.I.1 Strukturelle Veränderungen und Einrichtungen im Theaterbereich
  • B.I.2 NS-Theaterpolitik und ihre Schwerpunkte in der Praxis
  • B.II Die Bayerische Staatsoper in der NS-Zeit
  • B.II.1 Persönlichkeiten und Entwicklungslinien seit der Machtergreifung
  • B.II.2 Bedeutung des Hauses während der NS-Herrschaft
  • C. „Der Charakter des Spielplanes bestimmt das Wesen des Theaters“: Die Spielpläne der Bayerischen Staatsoper zwischen 1918 und 1943
  • C.I Die Spielpläne in Zahlen: Ein statistischer Überblick
  • C.I.1 Neuinszenierungen und Wiederaufnahmen
  • C.I.2 Erstaufführungen
  • C.I.3 Uraufführungen
  • C.II Von Adolph Adam bis Ermanno Wolf-Ferrari: Die Spielpläne und ihre Komponisten
  • C.II.1 Die meistgespielten Komponisten
  • C.II.2 Das Repertoire der Spielpläne
  • C.II.3 Die meistgespielten Werke
  • C.III Die Auswirkungen nationalsozialistischer „Förderung“: Der „Deutsche Opernspielplan“
  • C.III.1 Geförderte Komponisten
  • C.III.2 Ausländische Komponisten
  • C.III.3 Verfolgte Komponisten
  • C.IV Das Repertoire und seine Stützen: Drei „Münchner“ Klassiker
  • C.IV.1 Richard Strauss
  • C.IV.2 Wolfgang Amadeus Mozart
  • C.IV.3 Richard Wagner
  • C.V „Die Inszenierung der Volksgemeinschaft“: Fest- und Sondervorstellungen
  • C.V.1 „Tag der Machtergreifung“: 30. Januar
  • C.V.2 „Geburtstag des Führers“: 20. April
  • C.V.3 „Ein Freudentag?“: 9. November
  • C.VI Qualitative Analyse: Die Entwicklung des Inszenierungsstils und seine Politisierung
  • C.VI.1 Bühnenbild und Darstellungskunst
  • C.VI.2 Libretti
  • Schlussbetrachtung
  • Anhang
  • (1) Spielplan der Bayerischen Staatsoper München (1918–1943)
  • Quellen und Erläuterungen
  • (2) Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Verwendete Archivbestände
  • Gedruckte Quellen, Dokumente und Memoiren
  • Bibliographie der Sekundärliteratur

← X | XI → Verzeichnis der Illustrationen

Abb. 1:Leo Pasetti: Bühnenbild zur Oper Cardillac von Paul Hindemith, Münchner Erstaufführung am 15. Juni 1927 (ML: Karl Elmendorff, Regie: Max Hofmüller)

Abb. 2a:Aufbau der Reichskulturkammer

Abb. 2b:Aufbau der Reichstheaterkammer mit ihren einzelnen Abteilungen

Abb. 3:Rainer Schlösser: Reichsdramaturg von 1934 bis

Abb. 4:Plakat zur Ausstellung „Entartete Kunst“ im Juli 1937 in München

Abb. 5:Oskar Walleck mit Wilhelm Furtwängler (2. von rechts) nach der Festvorstellung anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Uraufführung von Tristan und Isolde am 10.6.1935 im Nationaltheater. (Links: Julius Pölzer (Tristan) und Jenny Trundt (Isolde))

Abb. 6:Clemens Krauss: Generalintendant und Generalmusikdirektor von 1937 bis 1944 (mit Richard Strauss bei einer Besprechung vor der Uraufführung von Capriccio am 28. Oktober 1942)

Abb. 7:Clemens Krauss, Rudolf Hartmann und Ludwig Sievert im Atelier des Ausstattungschefs

Abb. 8:Nach der Uraufführung der Oper Der Friedenstag von Richard Strauss am 24. Juli 1938. Von links nach rechts: Ludwig Weber; Ludwig Sievert (Bühnenbildner), Josef Gregor (Textdichter), Richard Strauss, Hans Hotter, Clemens Krauss (Dirigent), Viorica Ursuleac, Rudolf Hartmann (Regisseur)

Abb. 9:Absolute Aufführungszahlen der Bayerischen Staatsoper zwischen 1918 und

Abb. 10:Theaterzettel der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven am 20. April 1943: Sondervorstellung für Verwundete

← XI | XII → Abb. 11:Absolute Aufführungszahlen der Bayerischen Staatsoper nach ihren Generalintendanten zwischen 1918 und

Abb. 12:Neuinszenierungen und Wiederaufnahmen zwischen 1918 und 1943

Abb. 13:Theaterzettel der Oper Die verkaufte Braut von Friedrich Smetana am 20. November 1923: Inflationärer Eintrittspreis

Abb. 14:Erstaufführungen an der Bayerischen Staatsoper zwischen 1918 und 1943

Abb. 15:Das Wechselspiel der Epochen im Opernspielplan der Bayerischen Staatsoper in München

Abb. 16:Uraufführungen an der Bayerischen Staatsoperzwischen 1918 und 1943

Abb. 17:Die meistgespielten Opernkomponisten der Bayerischen Staatsoper mit ihren Aufführungszahlen in fünf unterschiedlichen Zeiträumen

Abb. 18:Die „mächtigen Fünf“? Gegenüberstellung der fünf meistgespielten Komponisten mit den übrigen Komponisten, nach Spielzeiten gegliedert (Tabelle)

Abb. 19:Die „mächtigen Fünf“? Gegenüberstellung der fünf meistgespielten Komponisten mit den übrigen Komponisten, nach Spielzeiten gegliedert (Graphik)

Abb. 20:Die meistgespielten Opern an der Bayerischen Staatsoper

Abb. 21:Die meistgespielten Werke der Weimarer Republik

Abb. 22:Die meistgespielten Werke in der NS-Zeit

Abb. 23:Aufführungsanteile der Opern nach NS-Urteil in Prozent

Abb. 24:Aufführungsanteile fremdsprachiger Komponisten in den Spielplänen der Bayerischen Staatsoper

Abb. 25:Aufführungszahlen und -anteile von Opernwerken ausländischer Komponisten nach ihren Herkunftsländern

Abb. 26:Richard Strauss mit dem Textdichter Joseph Gregor

Abb. 27:Aufführungszahlen des Komponisten Richard Strauss an der Bayerischen Staatsoper in München zwischen 1918 und 1943

Abb. 28:Szenenfoto: Neuinszenierung der Oper Salome von Richard Strauss am 18. März 1939. (ML: Clemens Krauss, Regie: Rudolf Hartmann, Bühnenbild: Ludwig Sievert)

← XII | XIII → Abb. 29:Theaterzettel der Oper Friedenstag von Richard Strauss: Uraufführung am 24. Juli 1938

Abb. 30:Ludwig Sievert: Bühnenbildentwurf zur Oper Friedenstag von Richard Strauss, Uraufführung am 24. Juli 1938 (ML: Clemens Krauss, Regie: Rudolf Hartmann)

Abb. 31:Solistenprobe zur Uraufführung Friedenstag

Abb. 32:Szenenfoto (Schlussbild): Uraufführung Friedenstag von Richard Strauss am 24. Juli 1938

Abb. 33:Rochus Gliese: Bühnenbild zur Oper Capriccio von Richard Strauss, Uraufführung am 28. Oktober 1942. (ML: Clemens Krauss Regie: Rudolf Hartmann)

Abb. 34:Rochus Gliese: Figurinen zur Uraufführung der Oper Capriccio von Richard Strauss

Abb. 35:Aufführungszahlen des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart an der Bayerischen Staatsoper in München zwischen 1918 und 1943

Abb. 36:Ludwig Sievert: Bühnenbildentwurf zur Oper Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, Neuinszenierung am 4. November 1937

Abb. 37:Szenenfoto: Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart am 4. November 1937: Tamina und Papageno

Abb. 38:Aufführungszahlen des Komponisten Richard Wagner an der Bayerischen Staatsoper in München zwischen 1918 und 1943

Abb. 39:Benno von Arent: Bühnenbild zur Oper Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner aus dem Jahr 1936

Abb. 40:Hitler bei der Festaufführung der Oper Tristan und Isolde in der Loge der Bayerischen Staatsoper in München am 16. Juli 1937

Abb. 41:„Tag der Machtergreifung“: 30. Januar

Abb. 42:„Geburtstag des Führers“: 20. April

Abb. 43:„Ein Freudentag?“: 9. November

Abb. 44:Zum Politisierungsgrad der NS-Gedenktage

Abb. 45:Leo Pasetti: Bühnenbildentwurf zur Oper Die Vögel von Walter Braunfels, Uraufführung am 30. November 1920. (ML: Bruno Walter, Regie: Heinrich Kröller)

← XIII | XIV → Abb. 46:Leo Pasetti: Figurinen zur Oper La Traviata von Guiseppe Verdi aus dem Jahr 1936

Abb. 47:Leo Pasetti: Bühnenbildentwurf zur Oper Der Rosenkavalier von Richard Strauss aus dem Jahr 1936

Abb. 48: Szenenfoto: Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner, Neuinszenierung 1936 mit Rudolf Bockelmann als Hans Sachs. (ML: Clemens Krauss, Regie: Kurt Barré)

Abb. 49: Szenenfoto: Rienzi von Richard Wagner, Neuinszenierung 1933 (ML: Clemens Krauss, Regie: Kurt Barré)

Abb. 50:Szenenfoto: 1. Akt der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner, Neuinszenierung am 16. Juli 1937 (ML: Clemens Krauss, Regie: Oskar Walleck, Bühnenbild: Benno von Arent)

Abb. 51:Szenenfoto: Letzter Akt (Schlussszene) der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner, Neuinszenierung am 16. Juli 1937 (ML: Clemens Krauss, Regie: Oskar Walleck, Bühnenbild: Benno von Arent)

Details

Seiten
XV, 324
ISBN (PDF)
9783653044249
ISBN (ePUB)
9783653984200
ISBN (MOBI)
9783653984194
ISBN (Paperback)
9783631652879
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2014 (Juli)
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XVI, 324 S., 15 farb. Abb., 36 s/w Abb.

Biographische Angaben

Claudia Irion-Senge (Autor:in)

Claudia Irion studierte Musikwissenschaften an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie ist als Projektreferentin beim Deutschen Musikrat tätig.

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Titel: «Der Charakter des Spielplans bestimmt das Wesen des Theaters»