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Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung

von Cristina Allemann-Ghionda (Band-Herausgeber:in) Gülbeyaz Kula (Band-Herausgeber:in) Laurent Mignon (Band-Herausgeber:in)
Konferenzband 204 Seiten

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung: Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung (Cristina Allemann-Ghionda / Gülbeyaz Kula / Laurent Mignon)
  • Diversity: interdisziplinär, zeitdiagnostisch, pädagogisch (Annedore Prengel)
  • Hochschule und Schule in der internationalen Diskussion: Chancen und Risiken neuer Entwicklungen (Olga Graumann)
  • Interkulturalität, Internationalität, Diversität: Was kann Lehrer_innenbildung anbieten? (Cristina Allemann-Ghionda)
  • Inklusion als Gegenstand einer neuen Lehrer_innenbildung – Entwicklungen in Österreich (Gottfried Biewer)
  • Lehrer_innenbildung in England und Deutschland – vergleichende Betrachtungen zu Reformen neoliberaler Provenienz in der Lehrer_innenbildung und deren Effekte (Dina Kuhlee)
  • Dealing with diversity in English schools: A review of policy and practice (Ole Jensen)
  • Durchgängige Sprachbildung und Sprachförderung am Beispiel Niedersachsens (Christine Bickes und Hans Bickes)
  • Von verlorenen Buchstaben und verborgenen Welten: Minderheitenliteraturen in der Türkei und in Großbritannien lehren (Laurent Mignon)
  • Öffentliche Didaktik – Perspektiven über den schulischen Kontext hinaus (Sigrid Thielking)
  • Autor_innenverzeichnis

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Cristina Allemann-Ghionda, Gülbeyaz Kula und Laurent Mignon

Einleitung: Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung

Abstract: This book discusses ‘diversity’, the extent of its importance and how it has been implemented in a number of educational systems in Europe, as well as in teacher education in Germany. This includes the question of what should be done to foster an adequate treatment of diversity and internationalisation in formal education, from school to higher education and especially teacher education.

Die Begriffe „Diversität“ oder Diversity1, „Vielfalt“ und „Heterogenität“ haben in der gegenwärtigen deutschen und europäischen Bildungslandschaft Konjunktur. Auslöser dieses Interesses sind neben dem demografischen Wandel auch Globalisierungsprozesse, die nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Bildungssysteme sowie die Einrichtungen der Lehrer_innenbildung in Deutschland und – wenngleich mit unterschiedlichen Akzenten – in allen Ländern der Europäischen Union vor neue Herausforderungen stellen. In diesem Kontext ist es insbesondere der Diversity-Terminus, der als „Modebegriff“2 oft in Verbindung mit dem Begriff „Inklusion“ die Debatten um Bildungsungleichheit und um Bildungserfolge prägt.3

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass das Konstrukt „Diversität“ von vielen als eine geeignete Ressource zur Herstellung von Chancengleichheit im Bildungssystem betrachtet wird.4 Die Folge dieser zumindest intendierten diversitätsbewussten Öffnung der Bildungssysteme und der Lehrer_innenbildung in programmatischen Schriften der Europäischen Union ist, dass die Themenbereiche ← 7 | 8 → Mehrsprachigkeit, Interkulturalität, Multi-, Inter- und Transkulturalität sowie Diversität und Inklusion vermehrt in schulischen sowie universitären Bildungskontexten an Bedeutung gewinnen.

Der vorliegende Tagungsband beschäftigt sich aus interdisziplinärer und internationaler Perspektive mit diversitätsbejahenden Maßnahmen in einer Auswahl von europäischen Bildungssystemen und in deren Einrichtungen der Lehrer_innenbildung. Die Idee eines Sammelbandes entstand im Rahmen der internationalen Tagung „Diversität im europäischen Bildungssystem und in der Lehrer_innenbildung in Europa“, die am 14.01.-15.01.2016 in Hannover als Kooperationsprojekt zwischen der Leibniz School of Education der Leibniz Universität Hannover und dem Oriental Institute der University of Oxford stattfand.

Die unterschiedlichen Entwicklungen im Zeichen von Diversität in Stellungnahmen europäischer Institutionen legen die Frage nahe, welche Maßnahmen in Deutschland und anderen europäischen Ländern derzeitig ergriffen werden, um die in vielerlei Hinsicht heterogene Schüler_innen- und Lehrer_innenschaft in den Bildungseinrichtungen angemessen zur Kenntnis zu nehmen und einzubinden. Dabei stellt sich die Frage, welche Chancen und Risiken sich aus der Umsetzung diversitätsbewusster Maßnahmen ergeben. Gibt es länderspezifische Ansätze, die sich besonders bewährt haben oder bewähren? Wie heterogen ist die Schüler_innenschaft in den einzelnen Ländern? Gibt es länderspezifische Unterschiede? Wie wird von den Institutionen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union die Vielfalt von Lernenden wahrgenommen? Differieren diversitätsbewusste Bildungsstrategien in den Bildungssystemen der Länder der Europäischen Union?

Eine weitere Frage, mit der sich der vorliegende Band beschäftigt, ist die Herstellung von Chancengleichheit in den Bildungssystemen der jeweiligen Länder der Europäischen Union mithilfe diversitätsbejahender Maßnahmen. Hierbei stellt sich die Frage, welche Tendenzen gegenwärtig in Europa und in Deutschland zu beobachten sind und welche Chancen und Schwierigkeiten eine diversitätsbewusste Öffnung der Bildungssysteme und der Lehrer_innenbildung beinhaltet.

Die Frage nach den Chancen und Risiken einer diversitätsbewussten Öffnung in Bildungskontexten wird im ersten Tagungsbeitrag „Diversity: interdisziplinär, zeitdiagnostisch, pädagogisch“ von Annedore Prengel aufgegriffen. Die Autorin diskutiert in ihrem Aufsatz die Verschiedenheit und Vielschichtigkeit sozialer Figurationen unter Heranziehung von Machtstrukturen und Hierarchisierungsmechanismen. Dabei stellt sie heraus, worin die grundlegende Gemeinsamkeit der zahlreichen Bedeutungen des Diversity-Begriffs besteht. Um diese Frage zu beantworten, sammelt Prengel Assoziationen zu den Gemeinsamkeiten ← 8 | 9 → heterogenitätsbezogener sozialer Strömungen. Erkenntnisse über die Verschiedenheit können, so die Autorin, aus zahlreichen Perspektiven gewonnen werden. Dabei konstituieren sich die Erkenntnisse mithilfe der gesellschaftlichen Verhältnisse (Makroebene), der interpersonellen Beziehungen (Mikroebene) und der intrapersonellen Anteile von Individuen (individuelle Ebene).

Prengel leistet in ihrem Beitrag einen Abriss über die Diversity-Politics, die Diversity-Education, das Diversity-Management sowie über die Diversity-Implikation in verschiedenen Disziplinen. Dabei fokussiert sie insbesondere das Bildungswesen. Sie legt die Einflüsse der internationalen Diversity-Education auf die „Pädagogik der Vielfalt“5 und die „Inklusive Pädagogik“6 dar. Mithilfe einer inklusiv verstandenen Diversity-Education stellt sie die Verflechtung der Konstrukte Diversity und „Inklusion“ heraus. Die Konzepte Diversity und „Inklusion“ sind ihrer Ansicht nach untrennbar, da beide Teil an der Kritik von Ausgrenzungs- und Hierarchisierungsmechanismen um gleichberechtigte Partizipation haben. Das Konstrukt der Diversity ist für Prengel eng mit den Konzepten der travelling theory7 verbunden. Die Wertschätzung der Vielfalt kann laut der Autorin als eine travelling theory oder als ein travelling concept8 interpretiert werden, welches zwischen verschiedenen Welten oszilliert. Das travelling concept der internationalen Diversity-Education äußert sich wiederum darin, so Prengel, dass die Lernenden in ihrer gleichgestellten Freiheit solidarisch anerkannt werden und in gemeinschaftlichen, inklusiven Bildungseinrichtungen ein differenziertes Bildungsangebot erhalten, das auf ihre persönlichen Bedürfnisse ausgelegt ist.

In ihrem Beitrag stellt Prengel die Relevanz der zeitdiagnostischen Deutung einer Diversity-Education heraus. Laut der Autorin beschäftigen sich alle Diversity-Strömungen mit den normativen Ordnungen und den sozialen Verhältnissen ihrer Zeit. Dabei rekurrieren sie auf kulturelle Mittel des jeweiligen Zeitraumes. Anhand eines historischen Abrisses über feudale, moderne und spätmoderne Gesellschaften zeigt sie die Durchlässigkeit in der Gesellschaft auf. Während die soziale Zugehörigkeit in der feudalen Gesellschaft laut der Autorin auf der ← 9 | 10 → Ständeordnung beruht, basiert die soziale Platzierung in modernen Gesellschaften auf Prinzipien der Meritokratie und zielt im Bereich „Bildung“ auf die Herstellung einer Chancengleichheit ab. Prengel zeigt in ihrem Aufsatz anhand von verschiedenen Differenzlinien in der Diversity-Education auf, welche Diskriminierungsformen, Forschungsrichtungen, sozialen Bewegungen und pädagogischen Ansätze mit den jeweiligen Differenzlinien korrelieren. Zentrale Aussage ihres Aufsatzes ist es, dass im Zentrum der einzelnen Strömungen der Diversity-Education immer die Freiheit aller Menschen und damit auch die Freiheit der Besonderheit ihrer Lebensweisen, ergo die Freiheit der Vielfalt steht.

Das Thema der Freiheit in Bildungskontexten steht auch im Mittelpunkt des Beitrages von Olga Graumann. In ihrem Aufsatz „Hochschule und Schule in der internationalen Diskussion: Chancen und Risiken neuer Entwicklungen“ geht sie auf die Auswirkungen eines auf der Grundlage von Freiheit beruhenden internationalen Austauschs in Bildungskontexten ein. Graumann sensibilisiert für Chancen und Risiken der Internationalisierung von schulischen und universitären Bildungsinstitutionen. Sie betont die Bedeutsamkeit der Internationalisierung von Hochschulen im Kontext von Globalisierungsprozessen.9 Dabei gibt sie einen Einblick in politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Ursachen für die Internationalisierung der Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig zeigt die Autorin aber auch Risiken von Internationalisierungsmechanismen auf. Im Fokus ihres Beitrages stehen die Fragen, weshalb die Internationalisierung von Hochschulen und Schulen zunehmend an Bedeutsamkeit erlangt und worin die Unterschiede in den Internationalisierungsprozessen beider Institutionen liegen.

Die Frage, wie die Schule und Hochschule dem Anspruch der Internationalisierung gerecht werden kann, versucht Graumann mithilfe der Aspekte „Mobilität von Studierenden und Lehrenden“ und „Internationalisierung der Curricula“ zu beantworten. Hierbei beschreibt sie Internationalisierungsstrategien anhand des von ihr geleiteten Projektes „Deutsch-russischer integrierter Studiengang mit Doppelabschluss in Erziehungswissenschaft“10. Des Weiteren legt die Autorin die Bedeutung der Internationalisierung der Curricula und Lehrmethoden am Beispiel des im Rahmen des EU Projektes „TEMPUS“ erfolgten Projektes „Aus- und Weiterbildung ← 10 | 11 → für Pädagogen und Bildungsmanager im Bereich Diversity“ dar. Dieses befasst sich mit der Qualifizierung der Lehrenden in verschiedenen Bildungsinstitutionen.

Graumann lenkt in ihrem Aufsatz die Aufmerksamkeit auch auf die Grenzen und Risiken von Internationalisierungsprozessen im Schul- und Hochschulwesen. Eine Internationalisierung in den Bildungsinstitutionen bringt, so die Autorin, ebenso globale, nationale, regionale sowie persönliche Herausforderungen mit sich. Der Spagat zwischen der Internationalisierung und dem Erhalt der nationalen Identität sowie ihre Einschätzung der Chancen und Risiken einer Internationalisierung in Bildungskontexten bringen die Autorin dazu, sowohl von einer affirmativen als auch von einer ablehnenden Haltung in Bezug auf eine Internationalisierung der Bildungssysteme abzusehen. Vielmehr plädiert Graumann für eine wertneutrale Betrachtung von Internationalisierungsmechanismen in Bildungskontexten.

Die Auswirkungen von Internationalisierungsprozessen greift Cristina Allemann-Ghionda in ihrem Beitrag „Interkulturalität, Internationalität, Diversität: Was kann Lehrer_innenbildung anbieten?“ auf. Die Autorin geht der Frage nach, wie Lehrer_innenbildung dazu beitragen kann, die für viele Menschen abstrakten Begriffe „Interkulturalität“, „Internationalität“ und „Diversität“ (mit dem komplementären Begriff „Inklusion“) verständlich und plausibel zu machen. Im Verständnis der Autorin sind die drei Begriffe miteinander verzahnt, wobei „Diversität“ der umfassendere Begriff ist. Die drei Begriffe, allen voran „interkulturelle Bildung“, prägen seit einigen Jahrzehnten die europäische, die westliche und insbesondere die deutsche Diskussion. Sie erscheinen in bildungspolitischen Empfehlungen und Richtlinien zur schulischen Bildung und zur Hochschulbildung. Allerdings werden sie in der Praxis der Lehrer_innenbildung und des schulischen Unterrichts nur punktuell umgesetzt, sodass wir einerseits mit Diskrepanzen zwischen den Intentionen der bildungspolitischen Rhetorik und der theoretischen Konzepte und andererseits mit der Absenz oder einem reduzierten oder verzerrten Verständnis im pädagogischen Alltag konfrontiert werden. Daher besteht die Notwendigkeit, so die Grundthese der Autorin, dass sich die Lehrer_innenbildung und überhaupt die Hochschulbildung mit Interkulturalität, Internationalität und Diversität systematisch auseinandersetzen. Der Beitrag erörtert die im Titel formulierte Frage in drei Schritten: Erstens formuliert die Autorin das Ziel einer Lehrer_innenbildung, in welcher die Vermittlung einer erweiterten interkulturellen Kompetenz einen klar festgelegten Platz einnimmt. Hierbei stellt Allemann-Ghionda die Frage, wie eine solche Erweiterung im Sinne des Begriffs „Diversität“ definiert werden kann. Zweitens geht die Autorin der Frage nach, welche Inhalte sich besonders gut eignen, um Diversitätskompetenz ← 11 | 12 → zu fördern. Dabei untersucht sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen in der universitären Lehre die Frage, warum sich bestimmte Inhalte für eine Diversitätsvermittlung eignen. Und drittens geht Allemann-Ghionda auf die Superdiversität11 – das heißt: auf die zunehmend komplexe, vielschichtige Heterogenität – der Studierenden und auf die Internationalisierung der Hochschule ein. Hierbei geht es um die personelle Zusammensetzung, um die Formulierung von Bildungszielen und teilweise – je nach Fachrichtung – auch um die Einbindung von Diversität und die internationale Erweiterung curricularer Inhalte. Letztere Frage wird vor dem Hintergrund einer verstärkten Zuwanderung und Mobilität, einer Öffnung der Hochschulbildung für Studierende aus allen sozialen Milieus und jeglicher nationaler Herkunft sowie der Zuspitzung von Gegensätzen in Gesellschaft und Politik erörtert. Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass gegenwärtig und perspektivisch an zahlreichen Hochschulen mit einer zunehmenden Heterogenität der Studierenden gearbeitet wird. Das Phänomen der Diversität und der damit oft zusammenhängenden Phänomene der Interkulturalität und der Internationalität verweisen also, so Allemann-Ghionda, auf keine Utopie, sondern auf reale Fakten. Daraus ergeben sich für die Lehre und die Forschung neue Herausforderungen und Chancen. Allemann-Ghionda plädiert für die verstärkte Beachtung der Konzepte „Interkulturalität“, „Internationalität“ und „Diversität“ in der Lehre. Dabei geht es der Autorin nicht nur um Anerkennung und Einbindung in personeller Hinsicht (Studierende, Lehrende, Verwaltungspersonal), sondern auch um die verstärkte inhaltliche Rezeption der drei Begriffe in den Curricula aller einschlägigen Disziplinen, damit diese Dimensionen nicht zu umgehen sind. Als Ziel wird ein Bildungskonzept vorgeschlagen, das die Idee des Weltbürgertums entfaltet und Lehrpersonen auf das konkrete Arbeiten in und mit Heterogenität, Interkulturalität und Internationalität vorbereitet. Auf diese Weise sollen wichtige, bisher oft unterschätzte Aspekte der Internationalisierung inhaltlich besetzt und konkretisiert werden.12

Das konkrete Arbeiten in und mit heterogenen Gruppen bildet ebenfalls Themengegenstand des Beitrags „Inklusion als Gegenstand einer neuen Lehrer_innenbildung – Entwicklungen in Österreich“ von Gottfried Biewer. Am Beispiel der Lehrer_innenbildung in Österreich beschäftigt sich der Autor mit den aktuellen Entwicklungen in der Lehrer_innenbildung in Österreich und im österreichischen ← 12 | 13 → Bildungssystem. Biewer stellt zunächst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und dem österreichischen Bildungssystem heraus. Wenngleich das Schulwesen in Österreich und in Deutschland sich ähneln, so unterliegt das Schulwesen in Österreich im Unterschied zu den föderalistisch geprägten Bundesländern in Deutschland der Bundesgesetzgebung. Die einheitliche Bundesgesetzgebung wird laut Biewer in den neun Bundesländern Österreichs unterschiedlich umgesetzt. Die 1993 getätigte Änderung des Schulorganisationsgesetzes ermöglicht den Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Bedarf das Wahlrecht zwischen einer Sonderbeschulung und einer integrativen Beschulung. Während in den westlichen Bundesländern die Sonderbeschulung gängig ist, überwiegt laut Autor in der Steiermark und im Südosten Österreichs die integrative Beschulung.

Zusammenfassung

Der Sammelband erörtert aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedeutung von Diversität in exemplarisch ausgewählten Hochschulen und Bildungssystemen in Europa sowie in der Lehrer_innenbildung in Deutschland. Damit verbunden ist die Frage, was getan werden kann, um den Herausforderungen der Diversität und der Internationalisierung konstruktiv zu begegnen. Weitere Theoriebildung und konkrete Vorschläge zeigen Wege auf, um die Bildungsbeteiligung aller Menschen, unabhängig von ihrer sozio-ökonomischen, religiösen, ethnischen, kulturellen Herkunft und Zugehörigkeit, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihrer kognitiven und motorischen Fähigkeiten sowie ihrer Sprachen, zu begünstigen und zu erhöhen.

Biographische Angaben

Cristina Allemann-Ghionda (Band-Herausgeber:in) Gülbeyaz Kula (Band-Herausgeber:in) Laurent Mignon (Band-Herausgeber:in)

Cristina Allemann-Ghionda, Professorin für Erziehungswissenschaft im R., Universität zu Köln. Forschungsthemen: Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, Geschichte und Theorie der interkulturelle Bildung, Diversität und Inklusion in Bildungspolitik und -Praxis, Zeitpolitiken der vorschulischen und schulischen Bildung. Gülbeyaz Kula (M. Ed.), Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leibniz School of Education und Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover. Forschungsschwerpunkte: Diversity Education in der Bildungspolitik, Kultur- und Diversitätsdidaktik, Literaturdidaktik sowie inter- und transkulturelle Forschungen. Laurent Mignon, Associate Professor für Türkisch an der Universität Oxford und Fellow des St Antony’s College. Forschungsinteressen: moderne türkische Literatur und Geistesgeschichte, Minderheitenliteratur, sozialistische Literatur, neue religiöse Bewegungen in der Türkei, biblische Themen in der türkischen Literatur und moderne jüdische Geistesgeschichte.

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Titel: Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung