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Stumme Sprache

Innerer Monolog und erzählerischer Diskurs in Knut Hamsuns frühen Romanen im Kontext von Dostojewski, Schnitzler und Joyce

von Jörg Pottbeckers (Autor:in)
Dissertation 310 Seiten

Zusammenfassung

Knut Hamsuns frühe Romane gehören zu den bedeutendsten Werken der beginnenden literarischen Moderne. Vor allem vom Standpunkt der Erzähltechnik betrachtet, wird Hamsuns innovativer Beitrag zur Neuorientierung des europäischen Romans der Jahrhundertwende deutlich: In der Verwendung des inneren Monologs, der Verzahnung unterschiedlicher Erzählperspektiven, der vielschichtigen Darstellung von Bewusstseinsinhalten. Allerdings wird Hamsuns Werk nur selten mit diesen erzähltechnischen Neuerungen in Verbindung gebracht, zumeist dominieren in diesem Kontext Autoren wie James Joyce, Virginia Wolf, oder – im deutschsprachigen Raum – Arthur Schnitzler. Ursachen hierfür: Zu selten wurden Hamsuns frühe Romane in einem komparatistischen Kontext untersucht, zu ausgeprägt scheinen nach wie vor gewisse Vorbehalte gegenüber der Person Hamsun zu sein. Erst im komparatistischen Kontext jedoch erscheint Hamsuns Frühwerk als Musterbeispiel einer innovativen Art der literarischen Bewusstseinsdarstellung durch den inneren Monolog, das weit mehr ist als eine Durchgangsstation auf dem Weg zu Joyce. Vieles darin ist nicht weniger als eine Vorwegnahme der Joyceschen Erzähltechniken.

Details

Seiten
310
ISBN (Paperback)
9783631581063
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008. 310 S.

Biographische Angaben

Jörg Pottbeckers (Autor:in)

Der Autor: Jörg Pottbeckers studierte Philosophie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistische Literaturwissenschaft in Chemnitz und Trondheim. Er arbeitet zur Zeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz.

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Titel: Stumme Sprache