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Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017

Herausforderungen, Befunde und Perspektiven interdisziplinärer Bildungsforschung

von Jurik Stiller (Band-Herausgeber:in) Christin Laschke (Band-Herausgeber:in)
©2017 Sammelband 330 Seiten

Zusammenfassung

Die Reihe bietet ein Forum zur Veröffentlichung von Studien aus der empirischen Bildungsforschung. Der Fokus liegt auf Arbeiten mit besonderem Bezug zum Raum Berlin und Brandenburg. Dabei finden qualitative und quantitative Zugänge gleichermaßen Berücksichtigung. Der Band zeichnet sich durch thematische Vielfalt aus und verschafft Einblick in die unterschiedlichsten methodischen Vorgehensweisen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Herausgeberangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort zur Reihe
  • Vorwort zur Reihe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Forschung in der Praxis der Erziehungswissenschaft. Konstante Irritationen, historische präsente Lösungen (Heinz-Elmar Tenorth)
  • Schulische Artefakte zwischen 1950 und 1970 – Die Gestaltung und Herstellung westdeutscher Schülerzeitungen (Marcel Kabaum)
  • (Nicht-)Teilnahme von Frauen mit Hochschulabschluss an betrieblicher Aufstiegsweiterbildung. Eine explorative Studie in drei Großunternehmen (Luise B. Berger)
  • Wettbewerb in schwieriger Lage – Institutionelle Selbstentwürfe und Wettbewerbspositionierungen weiterführender Schulen in einem von Armut geprägten Berliner Bezirk (Tilman Drope)
  • Zugänge zur spezifischen Lernkultur Science Slam – Da-Zwischen als zentraler Ankerpunkt im Forschungsprozess (Maria Stimm)
  • Professionelle Sprachkompetenz für den Unterricht aus der Sicht (angehender) DaF-Lehrender – Theoretischer Zugang und Forschungsdesign (Sara Vicente)
  • Eine Untersuchung kooperativer Beziehungen zwischen Eltern und Lehrkräften an Berliner Schulen (Charlott Rubach, Rebecca Lazarides)
  • Entwicklung von Schülervorstellungen zu Modellen im Kontext eines Schulbesuchs im Museum für Naturkunde (Alexandra Moormann, Charlène Bélanger)
  • Praktikumsqualität messen – Validierungsstudie (Daniel Rehfeldt, Tobias Mühlenbruch, Volkhard Nordmeier)
  • Mögliche affektiv-motivationale Prädiktoren für den Studienerfolg im Lehramt und im Fach Physik (Nikola Schild, Daniel Rehfeldt, Volkhard Nordmeier)
  • Modelle als Mittel der Erkenntnisgewinnung im Chemieunterricht. Ein systematischer Überblick ausgewählter, empirischer Studien (Marvin Rost, Rüdiger Tiemann)
  • Mit Kompetenz und Freude das Singen lehren – singfördernde Lehrerfortbildung für grundschulunterrichtende LehrerInnen (Jana Buschmann)

Jurik Stiller / Christin Laschke (Hrsg.)

Berlin-Brandenburger
Beiträge zur
Bildungsforschung 2017

Herausforderungen, Befunde und Perspektiven
interdisziplinärer Bildungsforschung

Herausgeberangaben

Jurik Stiller ist Dozent in der Lehrerbildung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Christin Laschke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie forscht unter anderem zur Mathematiklehrerausbildung in Deutschland und Taiwan.

Über das Buch

Die Reihe bietet ein Forum zur Veröffentlichung von Studien aus der empirischen Bildungsforschung. Der Fokus liegt auf Arbeiten mit besonderem Bezug zum Raum Berlin und Brandenburg. Dabei finden qualitative und quantitative Zugänge gleichermaßen Berücksichtigung. Der Band zeichnet sich durch thematische Vielfalt aus und verschafft Einblick in die unterschiedlichsten methodischen Vorgehensweisen.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Vorwort zur Reihe

Interdisziplinarität ist ein häufig und zunehmend für die Bearbeitung komplexer Problemstellungen gewählter Zugang. Anhand der durch verschiedene Fächer, Disziplinen, Paradigmen, Wissensformen und Akteure möglichen Einsichten und Einblicke kann man – so die Annahme – anders akzentuierte, weitreichende Erkenntnisse generieren. Für komplexe gesellschaftliche Fragestellungen tendieren Forscherinnen und Forscher gar zur Annahme, dass trans- bzw. interdisziplinäre Zugänge besonders erfolgversprechend seien (Bergmann, Jahn, Lux, Nagy & Schäfer, 2016).

Diese Entwicklungen kristallisieren sich auch und gerade in der Erziehungswissenschaft heraus. Die Disziplin, die Forschung über Sozialisation, Erziehung und Bildung verkörpert, ist durch Orientierung an zahlreichen benachbarten Disziplinen geprägt. Mit Wurzeln in der Philosophie, wurde die Pädagogik universitär schon früh gelehrt, jedoch zunächst durch Theologen und Philosophen. An der Berliner Universität folgte 1920 durch die Berufung Eduard Sprangers ein Pädagogisches Seminar (Blömeke, Stiller, Salaschek, Reh & Caruso, 2016).

Die Humboldt-Universität zu Berlin, das „moderne Original“, verkörpert wie keine andere Universität neben der Einheit von Lehre und Forschung und der Freiheit der Wissenschaft auch das Leitbild der allseitigen Bildung der Studierenden. Damit waren Wilhelm von Humboldts Ideen nicht nur Leitbild für Preußens neue Alma Mater, sondern weltweit. Eine neue Ära von Universität und Wissenschaft begann.

Folgerichtig haben die Erziehungswissenschaft und zunehmend die Bildungsforschung eine große Tradition an der Humboldt-Universität zu Berlin. In der Anfangszeit der Universität lehrten Friedrich Schleiermacher und Wilhelm Dilthey, später hat – wie erläutert – Eduard Spranger von der Humboldt-Universität aus die theoretische Gestalt und öffentliche Wahrnehmung der Pädagogik geprägt.

Seither arbeiten hier diverse Fächer und Disziplinen in interdisziplinärer erziehungswissenschaftlicher Forschung zusammen, u. a. die Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften oder auch die Pädagogische Psychologie. Hier ist mithin eine Abkehr von Interdisziplinarität kaum noch vorstellbar.

Seit 2007 trägt die Humboldt-Universität der Bedeutung der interdisziplinären Bildungsforschung institutionell Rechnung. 26 Professorinnen und Professoren zeichneten als Gründungsmitglieder des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung (IZBF) der Humboldt-Universität zu Berlin verantwortlich – allesamt ausgewiesene Expertinnen und Experten für Bildungsforschung. Neben←5 | 6→ Dietrich Benner, Sigrid Blömeke, Hans-Peter Füssel, Olaf Köller, Rainer Lehmann, Jürgen Schriewer, Heinz-Elmar Tenorth und Oliver Wilhelm aus den Erziehungswissenschaften waren Rehabilitationswissenschaftler, Sportwissenschaftlicher, Sozialwissenschaftlicher (z. B. Hans Bertram), Theologen und Fachdidaktiker verschiedener Institute beteiligt.

Aufgabe des IZBF ist es, Fragestellungen der Bildungsforschung im interdisziplinären Zusammenhang theoretisch und empirisch zu bearbeiten und die Ergebnisse der Forschung anschlussfähig für die Bemühungen um eine Verbesserung von Bildungssystemen, -prozessen und -angeboten sowohl in Deutschland als auch im Rahmen internationaler Kooperationsprogramme oder Organisationen zu präsentieren.

Unter dieser Zielsetzung entwickeln und verbessern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geistes-, sozial- und naturwissenschaftlicher Disziplinen in sich ergänzender theoretischer und methodischer Orientierung neue, methodisch anspruchsvolle interdisziplinäre Formen der Kooperation.

Das Zentrum fördert die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Bildungsforschung, z. B. durch die Organisation von Summer Schools, Schreibwochen, Workshops und Stammtisch-Abenden sowie durch Beratung und Vernetzung. Das IZBF bestand, neben der Förderung interdisziplinärer Projekte innerhalb der Humboldt-Universität, seit jeher in der intensiven Vernetzung und Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Eines der zentralen Formate der Vernetzung und Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses ist die Nachwuchstagung, die seit 2013 unter dem Namen Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert durch Jurik Stiller und Christin Laschke durchgeführt wird.

Die Veranstaltungsreihe ermöglicht Promovierenden aus allen Bereichen der Bildungswissenschaften in Berlin und Brandenburg, das eigene (Dissertations)Projekt einem interdisziplinären Publikum vorzustellen und zu diskutieren sowie anschließend in der gleichnamigen Reihe1 mit Review zu publizieren.

In Impulsvorträgen referieren ausgewiesene Expertinnen und Experten der Erziehungswissenschaft, Lehr-/Lernforschung, Fachdidaktik bzw. Bildungsforschung zu aktuellen Themen und künftigen Herausforderungen der Bildungswissenschaften.←6 | 7→

Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2013

Prof. Dr. Ursula Kessels (Freie Universität Berlin): „Geschlechtsunterschiede in der Schule: Wie Identitätsentwicklung und schulisches Engagement interagieren“

Prof. Dr. Ewald Terhart (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): „Wirkungsannahmen in Konzepten der Qualitätsverbesserung des Bildungssystems: Hoffen, Bangen, Trauern.“

Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2015

Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth2 (Humboldt-Universität zu Berlin): „Forschung in der Praxis der Erziehungswissenschaft – Disziplinäre und forschungspraktische Erwartungen und Probleme.“

Prof. Dr. Michael Eid (Freie Universität Berlin): „G-Faktor-Modelle in der empirischen Bildungsforschung: Probleme und Alternativen“

Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017

Die Impulsvorträge werden durch Prof. Dr. Olaf Köller2 (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, IPN; Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Prof. Dr. Joachim Wirth (Ruhr-Universität Bochum) gehalten.←7 | 8→ ←8 | 9→


1 Bisher erschienen: Stiller, J. & Laschke, C. (2015). Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2015. Frankfurt am Main: Peter Lang. http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-04961-9

2 Gründungsmitglied des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vorwort

Mit dem vorliegenden Tagungsband „Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017“1 erhalten Forscherinnen und Forscher, die einen Beitrag im Rahmen der IZBF-Nachwuchstagung „Berlin-Brandenburger Beiträge für Bildungsforschung 2015“ leisteten, Gelegenheit, sich und ihr Thema über den Rahmen der Tagung hinaus einem breiten Publikum zu präsentieren.

Der Tagungsband liefert Einblicke in aktuelle Projekte der unterschiedlichen, mit der Bildungsforschung assoziierten Disziplinen. Entsprechend zeichnet sich der Band durch eine thematische Vielfalt aus und verschafft einen Eindruck über die unterschiedlichsten methodischen Vorgehensweisen.

Wir danken allen Autorinnen und Autoren für die Mitwirkung am vorliegenden Tagungsband und die sehr produktive Zusammenarbeit.

Die 11 Beiträge in diesem Band sind alle von Gutachterinnen bzw. Gutachtern unabhängig (doppelt-blind) begutachtet worden.

Ein besonderer Dank gilt daher den Gutachterinnen und Gutachtern. Mit ihrer Mühe haben sie einen wichtigen Beitrag zur Qualität des Tagungsbandes geleistet.

Zudem danken wir allen Vortragenden und Teilnehmenden der Tagung für die interessanten Präsentationen und die Diskussionsbeiträge, mit denen sie wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Bei Herr Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt-Universität zu Berlin) und Herrn Prof. Dr. Michael Eid (Freie Universität Berlin) bedanken wir uns für die interessanten und anregenden Impulsvorträge, bei Herrn Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth zudem für die Bereitschaft, ein einführendes Kapitel zu verfassen.

Ein großer Dank geht an alle, die in die Vorbereitung und Durchführung der Tagung, sowie alle, die in die Vorbereitung des vorliegenden Tagungsbandes involviert waren, für ihr Engagement und die tatkräftigte Unterstützung. Besonders hervorheben wollen wir dabei Franziska Röhr.

Schließlich danken wir dem im Herbst 2015 amtierenden Direktorium des Interdisziplinären Zentrums für Bildungsforschung der Humboldt-Universität (Prof. Dr. Annette Upmeier zu Belzen, Prof. Dr. Matthias Ziegler und Prof. Dr. Florian Waldow) für die Unterstützung bei der Vor- und unmittelbaren Nachbereitung und bei der Herausgabe dieses Sammelbandes und dem uns entgegengebrachten Vertrauen. Dem ehemaligen Direktorium (Prof. Dr. Sigrid←9 | 10→ Blömeke, Prof. Dr. Annette Upmeier zu Belzen und Prof. Dr. Ernst von Kardorff) wollen wir hiermit erneut danken, dass sie uns dabei unterstützt haben, die Idee einer Nachwuchstagung tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Berlin, im Januar 2017 Jurik Stiller & Christin Laschke

Aus dem Inhalt

Für ein einführendes Kapitel konnte Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth gewonnen werden. Er erörtert die Forschung in der Praxis der Erziehungswissenschaft: Konstante Irritationen, historische präsente Lösungen.

Biographische Angaben

Jurik Stiller (Band-Herausgeber:in) Christin Laschke (Band-Herausgeber:in)

Jurik Stiller ist Dozent in der Lehrerbildung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Christin Laschke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie forscht unter anderem zur Mathematiklehrerausbildung in Deutschland und Taiwan.

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Titel: Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017