Bei Vollmond auf dem Dach
Medizin- und Kulturgeschichte des Schlafwandelns in der Frühen Neuzeit
©2026
Dissertation
342 Seiten
Reihe:
Medizingeschichte im Kontext, Band 27
Zusammenfassung
Schlafwandeln fasziniert Menschen damals wie heute als Grenzphänomen zwischen Schlafen und Wachsein, Traum und Realität, Genialität und gefährlichem Wahnsinn. Dieses Buch geht der Frage nach, wie sich in unserem westlichen Verständnis diese ursprüngliche Normvariante des Schlafs im Laufe der Frühen Neuzeit zu einer Krankheit entwickelte. Grundlegend für diesen Prozess waren Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum, die den abergläubischen und dämonologischen Theorien zu dem wundersamen Phänomen des Schlafwandelns physiologische und medizinisch begründete Erklärungen gegenüberstellten. Durch ihre Beobachtungen, die sie nicht nur untereinander, sondern auch mit medizinischen Laien teilten, konnte sich das Schlafwandeln als medizinischer Diskussionsgegenstand etablieren. Ausgehend von antiken Quellen wird der Prozess der Pathologisierung bis ins 17. Jahrhundert nachverfolgt, wobei auch Parallelen aufgezeigt werden, die unser Bild vom Schlafwandeln bis heute prägen.
Details
- Seiten
- 342
- Erscheinungsjahr
- 2026
- ISBN (Hardcover)
- 9783631935606
- ISBN (PDF)
- 9783631936252
- ISBN (ePUB)
- 9783631936269
- DOI
- 10.3726/b22801
- Sprache
- Deutsch
- Schlagworte
- Lunatismus Hexenwahn Dämonologie Wunderglaube Wunder Medizinischer Fallbericht Imagination Jakob Horst Traum Schlaf Nachtwandeln Somnambulismus Schlafwandeln
- Erschienen
- Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2025. 342 S.
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG