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Das Kind und sein Verfahrensbeistand

Eine Untersuchung des Rechtsverhältnisses zwischen Kind und Verfahrensbeistand im kindschaftsrechtlichen Verfahren aus einer verfassungs-, verfahrens- und zivilrechtlichen Perspektive

von Lisa Wietkamp (Autor:in)
©2026 Dissertation XXII, 392 Seiten

Zusammenfassung

Die Arbeit untersucht die Verfahrensbeistandschaft aus Sicht der Rechtsposition des Kindes im familiengerichtlichen Verfahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind rechtlich zu qualifizieren ist und welche Folgen sich aus den Rechten des Kindes für die Aufgabenwahrnehmung des Verfahrensbeistands ergeben. Beleuchtet werden verfassungs- und verfahrensrechtliche Grundlagen sowie spezifische Spannungsfelder, die sich insbesondere bei älteren, verfahrensfähigen Kindern zeigen. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage einer möglichen Haftung des Verfahrensbeistands gegenüber dem Kind diskutiert. Neben einer kritischen Analyse der gegenwärtigen Rechtsprechung und Praxis berücksichtigt die Arbeit auch aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen der kindlichen Interessenvertretung zu leisten.

Inhaltsverzeichnis

  • Umschlag
  • Schmutztitel
  • Studien zum deutschen und internationalen Familien- und Erbrecht
  • Titelseite
  • Copyright-Seite
  • Widmung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • A. Einleitung
  • I. Begriffsbestimmung und Gang der Untersuchung
  • II. Die Änderungen durch das Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder
  • 1. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Kinderschutzes im familiengerichtlichen Verfahren
  • 2. Referentenentwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder
  • 3. Regierungsentwurf
  • 4. Stellungnahmen zum Entwurf
  • 5. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz
  • 6. Endgültige Gesetzesfassung
  • 7. Zusammenfassung
  • B. Rechtsverhältnis zwischen Kind und Verfahrensbeistand
  • I. Verfassungsrechtliches Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • 1. Grundrechtseingriff durch Nichtbestellung des Verfahrensbeistands
  • a) Die Rechtsprechung des BVerfG
  • b) Bewertung
  • 2. Grundrechtseingriff durch Bestellung eines untätigen Verfahrensbeistands
  • 3. Erfüllung der Schutzpflicht durch die Bestellung
  • a) Die Regelung des § 158c FamFG a.F.
  • b) Kritik der Literatur an der Vergütungsregelung
  • c) Rechtsprechung zur Verfassungsmäßigkeit der Vergütungsregelung
  • d) Regelungsinstrument Fallpauschale
  • aa) Mischkalkulation zulasten der Eltern
  • bb) Anreize für kindeswohlschädliches Verhalten
  • cc) Zusammenfassung
  • e) Verfassungsmäßigkeit der Höhe der Fallpauschale
  • aa) Maßstab für die Zumutbarkeit
  • bb) Inflation
  • cc) Erhöhter Verfahrensaufwand je Verfahren
  • dd) Gestiegene Verfahrensnebenkosten
  • aaa) Dolmetscherkosten
  • bbb) Aus- und Fortbildungskosten
  • ccc) Kosten zur Mandatierung eines Anwalts
  • ee) Lösung der Rechtsprechung durch Erweiterung der Vergütungsfälle
  • ff) Kritik an der Rechtsprechung
  • gg) Ergebnis
  • f) Die Neuregelung zum 11. April 2025
  • aa) Ausgestaltung der Vergütungsregelung
  • bb) Höhe der Vergütung
  • cc) Abstufung bei mehreren Kindern
  • dd) Ersatz von Dolmetscherkosten
  • g) Zusammenfassung
  • 4. Eingriff in Rechte des Kindes zum Schutz des Kindes
  • a) Schutzpflicht des Staates
  • b) Auswirkungen der wachsenden Selbstbestimmungsfähigkeit des Kindes
  • aa) Voraussetzungen der Selbstbestimmungsfähigkeit
  • bb) Einfachgesetzliche Konkretisierung
  • cc) Zusammenfassung
  • 5. Die Bestellung als Grundrechtseingriff
  • a) Das Recht auf Interessenvertretung durch die Eltern
  • b) Auflösung des Grundrechtskonflikts
  • aa) Diskussion auf Ebene des Elternrechts
  • aaa) Tatbestandsimmanente Begrenzung des Elternrechts
  • bbb) Rechtfertigungslösung
  • ccc) Stellungnahme
  • bb) Übertragung auf den Konflikt zwischen Kind und Staat
  • c) Rechtfertigung
  • d) Zusammenfassung
  • 6. Grundrechtseingriff durch einzelne Rechte des Verfahrensbeistands
  • a) Anwesenheitsrecht des Verfahrensbeistands
  • aa) Schutzbereich und Eingriff
  • bb) Rechtfertigung
  • b) Recht zur Einlegung von Rechtsmitteln im Interesse des Kindes
  • c) Erhebung der Verfassungsbeschwerde im Wege der Prozessstandschaft
  • aa) Anforderungen an die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde
  • bb) Anforderungen an die Begründetheit der Verfassungsbeschwerde
  • cc) Ergebnis
  • d) Zusammenfassung
  • 7. Fazit
  • II. Verfahrensrechtliches Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • 1. Interesse des Kindes
  • a) Kindeswohl
  • b) Kindeswille
  • c) Gewichtung von Kindeswille und Kindeswohl
  • 2. Die verfahrensrechtliche Stellung des Kindes
  • a) Beteiligtenstellung des Kindes
  • b) Verfahrensfähigkeit des Kindes
  • aa) § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG
  • aaa) Das Problem des Informationsdefizits
  • bbb) § 158 Abs. 2 FamFG
  • (1) § 158 Abs. 2 Nr. 1 FamFG
  • (a) Subjektive Rechte im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG
  • (aa) Wortlaut
  • (bb) Verfassungskonforme Auslegung des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG
  • (cc) Systematik
  • (dd) Telos des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG
  • (ee) Die Argumentation des BGH
  • (ff) Zwischenergebnis
  • (b) § 1666 BGB als subjektives Recht
  • (aa) Subjektives Recht aus §§ 1666, 1666a BGB
  • (bb) Subjektives Recht aus § 1626 Abs. 1 BGB
  • (cc) Subjektives Recht aus § 1631 BGB
  • (c) Ergebnis
  • (1) § 158 Abs. 2 Nr. 2 FamFG
  • (2) § 158 Abs. 2 Nr. 3 FamFG
  • (3) Zwischenergebnis
  • ccc) § 158 Abs. 3 FamFG
  • (1) § 158 Abs. 3 Nr. 1 FamFG
  • (2) § 158 Abs. 3 Nr. 2 FamFG
  • (3) § 158 Abs. 3 Nr. 3 FamFG
  • (4) § 158 Abs. 3 Nr. 4 FamFG
  • ddd) Zwischenergebnis
  • bb) § 9 Abs. 1 Nr. 4 FamFG
  • cc) § 60 FamFG
  • dd) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit auf die Geschäftsfähigkeit
  • ee) Ergebnis
  • c) Aus der Verfahrensfähigkeit folgende Rechte des Kindes
  • d) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit auf die Vertretungsmacht der gesetzlichen Vertreter
  • aa) § 60 FamFG
  • aaa) Wortlaut
  • bbb) Gesetzgebungshistorie
  • ccc) Sinn und Zweck
  • ddd) Grundrechtliche Wertungen
  • eee) Die Abgrenzungsproblematik
  • fff) Ergebnis
  • bb) § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG
  • aaa) Wegfall der Handlungsbefugnis
  • bbb) Systematischer Vergleich mit § 9 Abs. 2 FamFG
  • ccc) Fehlende Vorrangregelung
  • ddd) Vergleich mit §§ 112, 113 BGB, § 52 ZPO
  • eee) Vergleich zur Stellung des Betreuers
  • fff) Das Problem der praktischen Umsetzbarkeit
  • cc) Zwischenergebnis
  • e) Rechtsstellung des Verfahrensbeistands
  • aa) Rechtsstellung des Verfahrensbeistands im Verhältnis zum Kind
  • bb) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit des Kindes auf das Verhältnis zum Verfahrensbeistand
  • aaa) Wortlaut
  • bbb) Historie
  • ccc) Vergleich zum gesetzlichen Vertreter
  • ddd) Vergleich zum Verfahrenspfleger
  • eee) Auswirkungen des grundrechtlichen Verhältnisses
  • fff) Zusammenfassung
  • cc) Ergebnis
  • 3. Die Stellung des Kindes bei der Bestellung des Verfahrensbeistands
  • a) Fälle der Bestellung
  • aa) Pflichtbestellung nach § 158 Abs. 2 FamFG
  • bb) Unterscheidung zwischen § 158 Abs. 2, 3 FamFG
  • aaa) Differenzierung zwischen Verbleibensanordnung und Herausgabeverlangen
  • bbb) Differenzierung zwischen Ausschluss und Beschränkung des Umgangsrechts
  • ccc) Differenzierung zwischen §§ 1666, 1666a und § 1696 Abs. 2 FamFG
  • ddd) Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse
  • b) Erforderlichkeit der Bestellung bei Verfahrensfähigkeit des Kindes
  • c) Anhörung des Kindes vor der Bestellung des Verfahrensbeistands
  • aa) Anhörungsverpflichtung aus § 34 FamFG
  • aaa) Anhörungsverpflichtung aus § 34 Abs. 1 Nr. 2 FamFG
  • (1) Anhörungsverpflichtung aus § 159 FamFG
  • (2) Anhörungsverpflichtung aus Art. 12 Abs. 1 UN-KRK
  • bbb) Anhörungsverpflichtung aus § 34 Abs. 1 Nr. 1 FamFG
  • (1) Gewährung rechtlichen Gehörs in Fällen des § 158 Abs. 3 FamFG
  • (2) Gewährung rechtlichen Gehörs in Fällen des § 158 Abs. 2 FamFG
  • (3) Übertragung der Ergebnisse auf das Kind
  • bb) Anhörung aufgrund von Anfangsermittlungen
  • aaa) In Fällen des § 158 Abs. 3 FamFG
  • (1) Bedeutung der Beteiligung für das Kind
  • (2) Belastung des Kindes durch die Anhörungssituation
  • (3) Sinn und Zweck des § 159 Abs. 4 S. 3 FamFG
  • (4) Beschleunigungsgrundsatz
  • (5) Zeitpunkt der Bestellung
  • (6) Form der Beteiligung
  • (7) Eilbedürftigkeit
  • (8) Zwischenergebnis
  • bbb) In Fällen des § 158 Abs. 2 FamFG
  • cc) Zusammenfassung
  • d) Form der Bestellung
  • aa) Maßgeblicher Bekanntgabeadressat
  • aaa) Wesentlicher Inhalt der Bestellung
  • bbb) Fehlende Verfahrensfähigkeit als Bekanntgabehindernis
  • ccc) Art und Weise der Bekanntgabe
  • bb) Die konkludente Bestellung des Verfahrensbeistands
  • aaa) Beauftragungsumfang unklar
  • bbb) Feststellung der Berufsmäßigkeit
  • ccc) Finanzielle Planungssicherheit der Eltern
  • ddd) Gefahr unterbleibender Anfangsermittlungen
  • eee) Rückwirkende Bestellung
  • fff) § 158 Abs. 2 FamFG
  • ggg) Ergebnis
  • cc) Zusammenfassung
  • e) Fazit
  • 4. Die Stellung des Kindes bei der Auswahl des Verfahrensbeistands
  • a) Fachliche Eignung
  • b) Persönliche Eignung
  • aa) Prüfpflicht des Gerichts
  • bb) Die Vorgehensweise des Gerichts
  • cc) Vorschläge aus der Literatur und Praxis
  • aaa) Zertifizierung durch einen Berufsverband
  • bbb) Mitgliedschaft im Fachverband
  • ccc) Auswahl durch weitere Instanz
  • ddd) Schaffung eines zentralen Registers
  • dd) Lösungsvorschlag
  • 5. Die Stellung des Kindes bei den Aufgaben des Verfahrensbeistands
  • a) Aufgaben nach § 158b FamFG
  • aa) Unterscheidung zwischen originärem und erweitertem Aufgabenkreis
  • bb) Stellungnahme des Verfahrensbeistands
  • cc) Einlegung von Rechtsmitteln durch den Verfahrensbeistand
  • aaa) Berechtigung neben dem verfahrensfähigen Kind
  • bbb) Divergierende Verfahrenshandlungen
  • (1) Bestehen eines Rechts zum Rechtsmittelverzicht
  • (2) Einfluss des Rechtsmittelverzichts des Kindes auf Rechtsmittel des Verfahrensbeistands
  • (3) Einfluss des Rechtsmittelverzichts des Verfahrensbeistands auf Rechtsmittel des Kindes
  • (4) Zusammenfassung
  • ccc) Interesse des Kindes als Zulässigkeitsvoraussetzung
  • (1) Kindeswohlorientierung
  • (2) Vergleich mit Verfahrenspfleger
  • (3) Verhältnis zur Beschwer
  • (a) Notwendigkeit einer Beschwer
  • (b) Folgen für die Zulässigkeitsprüfung
  • (4) Lösung der Rechtsprechung über die Vergütungskürzung
  • (5) Vollständige vorgelagerte Prüfung des Interesses
  • (6) Lösungsvorschlag
  • ddd) Fehlende Rechtsmitteleinlegung
  • dd) Fazit
  • b) Das Anwesenheitsrecht des Verfahrensbeistands
  • aa) Auslegung
  • bb) Wortlaut
  • cc) Systematik
  • dd) Sinn und Zweck
  • aaa) Vertrauensverhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • bbb) Aufgabenwahrnehmung des Verfahrensbeistands
  • ccc) Anwesenheitspflicht
  • ee) Ergebnis
  • ff) Bedeutung des Willens des Kindes für die Ermessensentscheidung
  • c) Zusammenfassung
  • 6. Die Stellung des Kindes bei der Aufhebung der Bestellung
  • a) Voraussetzungen der Aufhebung
  • b) Prüfungsmaßstab
  • aa) Objektive Umstände
  • bb) Aufhebung bei fehlender Eignung
  • aaa) Fachliche Eignung
  • bbb) Persönliche Eignung
  • cc) Pflichtwidriges Verhalten des Verfahrensbeistands
  • dd) Bedeutung des Kindeswillens bei der Auslegung
  • aaa) Interessengefährdung bei Verfahrensfähigkeit des Kindes
  • bbb) Interessengefährdung bei entgegenstehendem Willen des Kindes
  • ccc) Notwendigkeit eines eigenen Ablehnungsrechts
  • (1) Rechtspflegererinnerung
  • (2) Beschwerde gegen die Endentscheidung
  • (3) Befangenheitsantrag
  • (4) Zusammenfassung
  • ddd) Wortlaut
  • eee) Historie
  • fff) Sinn und Zweck der Aufhebungsmöglichkeit
  • (1) Gefahr der Verfahrensverzögerung
  • (2) Gefahr einer Instrumentalisierung
  • ggg) Ergebnis
  • c) Folgen der Aufhebung für Verfahrenshandlungen des Verfahrensbeistands
  • 7. Zusammenfassung
  • III. Zivilrechtliches Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • 1. Schuldverhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • 2. Haftungsansprüche des Kindes gegen den Verfahrensbeistand
  • a) Argumente für und gegen eine Haftung im Allgemeinen
  • aa) Vertrauensverhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind
  • bb) Weisungsfreiheit des Verfahrensbeistands
  • cc) Vergütung des Verfahrensbeistands
  • dd) Materielle Gerechtigkeit
  • ee) Schutz der materiellen Rechtskraft
  • ff) Schutzpflicht des Staates
  • gg) Verhaltenssteuerung durch Haftung
  • hh) Zusammenfassung
  • b) Voraussetzungen der Haftung
  • aa) Anspruchsgrundlage
  • aaa) Keine Haftung aus Vertrag
  • bbb) Deliktische Haftung
  • (1) Staatshaftung (§ 839 BGB i.V.m. Art. 34 S. 1 GG)
  • (2) § 823 Abs. 1 BGB
  • (a) Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum
  • (b) Recht auf Interessenvertretung als sonstiges Recht
  • (c) Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts als sonstiges Recht
  • (3) § 823 Abs. 2 BGB
  • (a) § 159 Abs. 4 S. 3 FamFG als Schutzgesetz
  • (b) § 158b FamFG als Schutzgesetz
  • (4) § 826 BGB
  • (5) § 839a BGB analog
  • ccc) Haftung nach den Grundsätzen der Haftung eines Ergänzungspflegers
  • ddd) Zwischenergebnis
  • bb) Haftungsbegrenzung
  • aaa) Notwendigkeit einer Haftungsbegrenzung
  • (1) Gründe für eine Haftungsbegrenzung
  • (2) Kein entgegenstehender Wille des Gesetzgebers
  • bbb) Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung
  • (1) Zulässigkeit einer Haftungsbegrenzung durch Rechtsfortbildung
  • (2) Methodische Vorüberlegungen
  • (3) Innerbetrieblicher Schadensausgleich
  • (4) Subjektivierter Sorgfaltsmaßstab
  • (5) Haftungsbegrenzung auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz
  • (a) Planwidrige Regelungslücke
  • (b) Vergleichbare Interessenlage
  • (aa) Ähnlichkeit des tatbestandlichen Haftungsrisikos
  • (bb) Funktion im Verfahren
  • (cc) Sinn und Zweck der Haftungsbegrenzung
  • (dd) Erst-Recht-Schluss
  • (c) Zusammenfassung
  • (6) Ausschluss nach § 839a Abs. 2, 839 Abs. 3 BGB
  • ccc) Fazit
  • cc) Bezugspunkt des Verschuldens
  • dd) Zusammenfassung
  • ee) Pflichtverletzung
  • aaa) Untätigkeit als Pflichtverletzung
  • bbb) Pflichtverletzung durch Verstöße gegen § 158b FamFG
  • (1) Verstoß gegen § 158b Abs. 1 S. 2 FamFG
  • (2) Verstoß gegen § 158b Abs. 3 S. 2 FamFG
  • ccc) Zwischenergebnis
  • ff) Schaden
  • aaa) Bestehen eines Schadens
  • (1) Schaden durch die Entscheidung
  • (2) Verfahren als Schaden
  • (3) Verlorene chance
  • (4) Zusammenfassung
  • bbb) Ersetzbarkeit des Schadens
  • (1) Entschädigung
  • (a) § 253 Abs. 2 BGB
  • (b) Entschädigungsanspruch aus Grundrechten
  • (2) Bemessung der Entschädigung
  • gg) Kausalität
  • aaa) Äquivalenztheorie
  • bbb) Einwand rechtmäßigen Alternativverhaltens
  • ccc) Adäquanzlehre
  • ddd) Schutzbereich der Norm
  • (1) Unterbrechen des Kausalzusammenhangs durch Entscheidung des Gerichts
  • (2) Unterbrechen des Kausalzusammenhangs durch Pflicht zur Aufhebung der Bestellung
  • eee) Beurteilungsmaßstab beim hypothetischen Inzidentprozess
  • fff) Zwischenergebnis
  • c) Der Beweis der Haftungsvoraussetzungen
  • aa) Beispiele
  • aaa) Pflichtwidrige Einlegung von Rechtsmitteln
  • bbb) Pflichtwidriges Unterlassen der Einlegung von Rechtsmitteln
  • ccc) Fehlerhafte Stellungnahme
  • ddd) Zusammenfassung
  • bb) Geltende Prozessordnung
  • cc) Beweislast
  • aaa) Entscheidungserhebliche Tatsachen
  • bbb) Anforderungen an das Beweismaß
  • ccc) § 287 ZPO
  • ddd) Anscheinsbeweis
  • eee) Ergebnis
  • dd) Änderung der Beweislastverteilung
  • aaa) Verfassungsrechtliche Gebotenheit einer Änderung der Beweislastverteilung
  • bbb) Notwendigkeit einer Korrektur der Beweislastverteilung
  • ccc) Beweislastverteilung in anderen Fällen
  • (1) Arzthaftungsrecht
  • (2) Sachverständigenhaftung
  • (3) Beraterhaftung
  • (a) Pflichtverletzung
  • (b) Vermutung beratungsgemäßen Verhaltens
  • (4) Haftung des Vormunds/Betreuers
  • ddd) Übertragung der Ansätze auf die Haftung des Verfahrensbeistands
  • (1) Beweislastumkehr bei groben Pflichtverletzungen
  • (a) Verbindung zwischen Schwere der Pflichtverletzung und Kausalität
  • (b) Schadensentstehung im Einflussbereich des Kindes
  • (c) Schutzzweck der verletzten Berufspflicht
  • (d) Wissens- und Informationsungleichgewicht
  • (e) Begrenzung auf grobe Pflichtverletzungen
  • (f) Zusammenfassung
  • (2) Vermutung beratungsgemäßen Verhaltens
  • (a) Übertragung auf die Haftung des Verfahrensbeistands
  • (b) Reichweite der Beweiserleichterung
  • (3) Ergebnis
  • d) Ergebnis
  • 3. Fazit
  • C. Zusammenfassende Betrachtung
  • Literaturverzeichnis
  • Register

Studien zum deutschen und internationalen Familien- und Erbrecht

Herausgegeben von Martin Lipp, Christoph Benicke, Marina Wellenhofer, Bettina Heiderhoff und Barbara Veit

Band 36

Meinen Eltern

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort

  2. A. Einleitung

    1. I. Begriffsbestimmung und Gang der Untersuchung

    2. II. Die Änderungen durch das Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder

      1. 1. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Kinderschutzes im familiengerichtlichen Verfahren

      2. 2. Referentenentwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder

      3. 3. Regierungsentwurf

      4. 4. Stellungnahmen zum Entwurf

      5. 5. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz

      6. 6. Endgültige Gesetzesfassung

      7. 7. Zusammenfassung

  3. B. Rechtsverhältnis zwischen Kind und Verfahrensbeistand

    1. I. Verfassungsrechtliches Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind

      1. 1. Grundrechtseingriff durch Nichtbestellung des Verfahrensbeistands

        1. a) Die Rechtsprechung des BVerfG

        2. b) Bewertung

      2. 2. Grundrechtseingriff durch Bestellung eines untätigen Verfahrensbeistands

      3. 3. Erfüllung der Schutzpflicht durch die Bestellung

        1. a) Die Regelung des § 158c FamFG a.F.

        2. b) Kritik der Literatur an der Vergütungsregelung

        3. c) Rechtsprechung zur Verfassungsmäßigkeit der Vergütungsregelung

        4. d) Regelungsinstrument Fallpauschale

          1. aa) Mischkalkulation zulasten der Eltern

          2. bb) Anreize für kindeswohlschädliches Verhalten

          3. cc) Zusammenfassung

        5. e) Verfassungsmäßigkeit der Höhe der Fallpauschale

          1. aa) Maßstab für die Zumutbarkeit

          2. bb) Inflation

          3. cc) Erhöhter Verfahrensaufwand je Verfahren

          4. dd) Gestiegene Verfahrensnebenkosten

            1. aaa) Dolmetscherkosten

            2. bbb) Aus- und Fortbildungskosten

            3. ccc) Kosten zur Mandatierung eines Anwalts

          5. ee) Lösung der Rechtsprechung durch Erweiterung der Vergütungsfälle

          6. ff) Kritik an der Rechtsprechung

          7. gg) Ergebnis

        6. f) Die Neuregelung zum 11. April 2025

          1. aa) Ausgestaltung der Vergütungsregelung

          2. bb) Höhe der Vergütung

          3. cc) Abstufung bei mehreren Kindern

          4. dd) Ersatz von Dolmetscherkosten

        7. g) Zusammenfassung

      4. 4. Eingriff in Rechte des Kindes zum Schutz des Kindes

        1. a) Schutzpflicht des Staates

        2. b) Auswirkungen der wachsenden Selbstbestimmungsfähigkeit des Kindes

          1. aa) Voraussetzungen der Selbstbestimmungsfähigkeit

          2. bb) Einfachgesetzliche Konkretisierung

          3. cc) Zusammenfassung

      5. 5. Die Bestellung als Grundrechtseingriff

        1. a) Das Recht auf Interessenvertretung durch die Eltern

        2. b) Auflösung des Grundrechtskonflikts

          1. aa) Diskussion auf Ebene des Elternrechts

            1. aaa) Tatbestandsimmanente Begrenzung des Elternrechts

            2. bbb) Rechtfertigungslösung

            3. ccc) Stellungnahme

          2. bb) Übertragung auf den Konflikt zwischen Kind und Staat

        3. c) Rechtfertigung

        4. d) Zusammenfassung

      6. 6. Grundrechtseingriff durch einzelne Rechte des Verfahrensbeistands

        1. a) Anwesenheitsrecht des Verfahrensbeistands

          1. aa) Schutzbereich und Eingriff

          2. bb) Rechtfertigung

        2. b) Recht zur Einlegung von Rechtsmitteln im Interesse des Kindes

        3. c) Erhebung der Verfassungsbeschwerde im Wege der Prozessstandschaft

          1. aa) Anforderungen an die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde

          2. bb) Anforderungen an die Begründetheit der Verfassungsbeschwerde

          3. cc) Ergebnis

        4. d) Zusammenfassung

      7. 7. Fazit

    2. II. Verfahrensrechtliches Verhältnis zwischen Verfahrensbeistand und Kind

      1. 1. Interesse des Kindes

        1. a) Kindeswohl

        2. b) Kindeswille

        3. c) Gewichtung von Kindeswille und Kindeswohl

      2. 2. Die verfahrensrechtliche Stellung des Kindes

        1. a) Beteiligtenstellung des Kindes

        2. b) Verfahrensfähigkeit des Kindes

          1. aa) § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG

            1. aaa) Das Problem des Informationsdefizits

            2. bbb) § 158 Abs. 2 FamFG

              1. (1) § 158 Abs. 2 Nr. 1 FamFG

                1. (a) Subjektive Rechte im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG

                  1. (aa) Wortlaut

                  2. (bb) Verfassungskonforme Auslegung des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG

                  3. (cc) Systematik

                  4. (dd) Telos des § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG

                  5. (ee) Die Argumentation des BGH

                  6. (ff) Zwischenergebnis

                2. (b) § 1666 BGB als subjektives Recht

                  1. (aa) Subjektives Recht aus §§ 1666, 1666a BGB

                  2. (bb) Subjektives Recht aus § 1626 Abs. 1 BGB

                  3. (cc) Subjektives Recht aus § 1631 BGB

                3. (c) Ergebnis

              2. (1) § 158 Abs. 2 Nr. 2 FamFG

              3. (2) § 158 Abs. 2 Nr. 3 FamFG

              4. (3) Zwischenergebnis

            3. ccc) § 158 Abs. 3 FamFG

              1. (1) § 158 Abs. 3 Nr. 1 FamFG

              2. (2) § 158 Abs. 3 Nr. 2 FamFG

              3. (3) § 158 Abs. 3 Nr. 3 FamFG

              4. (4) § 158 Abs. 3 Nr. 4 FamFG

            4. ddd) Zwischenergebnis

          2. bb) § 9 Abs. 1 Nr. 4 FamFG

          3. cc) § 60 FamFG

          4. dd) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit auf die Geschäftsfähigkeit

          5. ee) Ergebnis

        3. c) Aus der Verfahrensfähigkeit folgende Rechte des Kindes

        4. d) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit auf die Vertretungsmacht der gesetzlichen Vertreter

          1. aa) § 60 FamFG

            1. aaa) Wortlaut

            2. bbb) Gesetzgebungshistorie

            3. ccc) Sinn und Zweck

            4. ddd) Grundrechtliche Wertungen

            5. eee) Die Abgrenzungsproblematik

            6. fff) Ergebnis

          2. bb) § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG

            1. aaa) Wegfall der Handlungsbefugnis

            2. bbb) Systematischer Vergleich mit § 9 Abs. 2 FamFG

            3. ccc) Fehlende Vorrangregelung

            4. ddd) Vergleich mit §§ 112, 113 BGB, § 52 ZPO

            5. eee) Vergleich zur Stellung des Betreuers

            6. fff) Das Problem der praktischen Umsetzbarkeit

          3. cc) Zwischenergebnis

        5. e) Rechtsstellung des Verfahrensbeistands

          1. aa) Rechtsstellung des Verfahrensbeistands im Verhältnis zum Kind

          2. bb) Auswirkungen der Verfahrensfähigkeit des Kindes auf das Verhältnis zum Verfahrensbeistand

            1. aaa) Wortlaut

            2. bbb) Historie

            3. ccc) Vergleich zum gesetzlichen Vertreter

            4. ddd) Vergleich zum Verfahrenspfleger

            5. eee) Auswirkungen des grundrechtlichen Verhältnisses

            6. fff) Zusammenfassung

          3. cc) Ergebnis

      3. 3. Die Stellung des Kindes bei der Bestellung des Verfahrensbeistands

        1. a) Fälle der Bestellung

          1. aa) Pflichtbestellung nach § 158 Abs. 2 FamFG

          2. bb) Unterscheidung zwischen § 158 Abs. 2, 3 FamFG

            1. aaa) Differenzierung zwischen Verbleibensanordnung und Herausgabeverlangen

            2. bbb) Differenzierung zwischen Ausschluss und Beschränkung des Umgangsrechts

            3. ccc) Differenzierung zwischen §§ 1666, 1666a und § 1696 Abs. 2 FamFG

            4. ddd) Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse

        2. b) Erforderlichkeit der Bestellung bei Verfahrensfähigkeit des Kindes

        3. c) Anhörung des Kindes vor der Bestellung des Verfahrensbeistands

          1. aa) Anhörungsverpflichtung aus § 34 FamFG

            1. aaa) Anhörungsverpflichtung aus § 34 Abs. 1 Nr. 2 FamFG

              1. (1) Anhörungsverpflichtung aus § 159 FamFG

              2. (2) Anhörungsverpflichtung aus Art. 12 Abs. 1 UN-KRK

            2. bbb) Anhörungsverpflichtung aus § 34 Abs. 1 Nr. 1 FamFG

              1. (1) Gewährung rechtlichen Gehörs in Fällen des § 158 Abs. 3 FamFG

              2. (2) Gewährung rechtlichen Gehörs in Fällen des § 158 Abs. 2 FamFG

              3. (3) Übertragung der Ergebnisse auf das Kind

          2. bb) Anhörung aufgrund von Anfangsermittlungen

            1. aaa) In Fällen des § 158 Abs. 3 FamFG

              1. (1) Bedeutung der Beteiligung für das Kind

              2. (2) Belastung des Kindes durch die Anhörungssituation

              3. (3) Sinn und Zweck des § 159 Abs. 4 S. 3 FamFG

              4. (4) Beschleunigungsgrundsatz

              5. (5) Zeitpunkt der Bestellung

              6. (6) Form der Beteiligung

              7. (7) Eilbedürftigkeit

              8. (8) Zwischenergebnis

            2. bbb) In Fällen des § 158 Abs. 2 FamFG

          3. cc) Zusammenfassung

        4. d) Form der Bestellung

          1. aa) Maßgeblicher Bekanntgabeadressat

            1. aaa) Wesentlicher Inhalt der Bestellung

            2. bbb) Fehlende Verfahrensfähigkeit als Bekanntgabehindernis

            3. ccc) Art und Weise der Bekanntgabe

          2. bb) Die konkludente Bestellung des Verfahrensbeistands

            1. aaa) Beauftragungsumfang unklar

            2. bbb) Feststellung der Berufsmäßigkeit

            3. ccc) Finanzielle Planungssicherheit der Eltern

            4. ddd) Gefahr unterbleibender Anfangsermittlungen

            5. eee) Rückwirkende Bestellung

Details

Seiten
XXII, 392
Erscheinungsjahr
2026
ISBN (PDF)
9783631942895
ISBN (ePUB)
9783631942901
ISBN (Hardcover)
9783631942642
DOI
10.3726/b23178
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2026 (September)
Schlagworte
Selbstbestimmungsrecht des Kindes Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt Beteiligung des Kindes Kindgerechte Justiz Interessenvertretung Familienverfahren Kindschaftsrecht Verfahrensbeistandschaft
Erschienen
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. xxii, 392 S.
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Lisa Wietkamp (Autor:in)

Lisa Wietkamp studierte Rechtswissenschaften an der Universität Münster, an der sie zudem als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war und auch ihre Promotion abschloss. Derzeit ist sie Referendarin am Kammergericht Berlin.

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Titel: Das Kind und sein Verfahrensbeistand