Verantwortung in der fremdsprachendidaktischen Forschung
Methoden, Ethik, Third Mission
Zusammenfassung
Der Band richtet sich (nicht nur) an Forschende in frühen Karrierephasen und deren Betreuende. Er bietet theoretische Orientierung und praxisnahe Einblicke, um eigene Forschungsprojekte zeitgemäß methodisch fundiert, ethisch reflektiert und gesellschaftlich wirksam zu gestalten.
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
- Abdeckung
- Titelblatt
- Copyright-Seite
- Inhaltsverzeichnis
- Zur Verantwortung in der fremdsprachendidaktischen Forschung – Perspektiven für eine reflektierte Praxis (Katharina Wieland, Urška Grum und Katrin Schultze)
- Forschungsmethodik
- Forschungsethik
- Third Mission
- Zielgruppe und Beteiligte
- Danksagung
- Literatur
- Teil 1 – Forschungsmethodik
- Make Shift Happen – Methodische Innovationen in der quantitativen Fremdsprachenforschung (Urška Grum)
- 1. Einleitung
- 2. Qualität quantitativer Forschung – Status quo
- 2.1 Replikationskrise
- 2.2 Quantitative Meta-Analysen
- 3. Fragwürdige Forschungspraktiken
- 4. Qualität quantitativer Forschung – New Shifts
- 4.1 New Statistics
- 4.2 Open Science
- 5. Fazit – Make Shift Happen
- Literatur
- Die Fragebogen-Methode in der Praxis (Julia Settinieri)
- 1. Einleitung oder „Willst du mit mir gehen? o Ja. o Nein.“
- 2. Gängige Hinweise zur Fragebogenerstellung
- 3. Praxis-Tipps zur Gestaltung von Fragebogen-Items
- 3.1 Klare, zielgruppengerechte Fragen stellen und metrische, endpunktbenannte Antwortskalen verwenden
- 3.2 Fehlende Werte und Abbrüche vermeiden
- 3.3 Differenzieren und Gegenstände zueinander ins Verhältnis setzen mittels Skalenfragen
- 3.4 Stichprobenbias im Auge behalten
- 3.5 Fehler aktiv suchen
- 3.6 Pilotieren, pilotieren, pilotieren!
- 4. Fazit und Ausblick oder „Et hätt noch emmer joot jejange.“
- Literatur
- Einer allein kann kein Dach tragen – Design-Based Research und Promotionsprojekte in der Fremdsprachenforschung (Jens-Folkert Folkerts und Andrea Kratzer)
- 1. Einleitung
- 2. Was ist DBR? Charakteristika, Qualitätsstandards und Prozesse
- 3. Methodische Anmerkungen: Kontext, Teilnehmende, Instrumente, Auswertung
- 4. Was ist bei DBR zu beachten? Darstellung von Herausforderungen und Lösungsansätzen
- 4.1 Bereich: DBR-Ansatz
- Zeitdruck und begrenzte Ressourcen
- Hohe Datenkomplexität und -mengen
- Vermittlung und Verständnis der Theoriebildung
- Niederschrift eines DBR-Projektes
- 4.2 Bereich: Stakeholder
- Akquise von Stakeholdern
- Einbindung von Stakeholdern
- Aufrechterhaltung der Motivation
- 4.3 Bereiche: Forschungsdiskurs und betreuende Personen
- Kurze und prägnante Konferenzbeiträge
- DBR-fremde Betreuung
- 5. Wie kann ich das schaffen? Vertiefende Diskussion im Hinblick auf Rollen und Kommunikation
- 6. Fazit: Warum DBR? Stärken, Schwächen und Chancen für die Fremdsprachenforschung
- Literatur
- Forschung, öffne dich! – Einblicke in die Entwicklung einer Design-Based-Research-Studie in der fremdsprachendidaktischen Forschung (Georgia Gödecke)
- 1. Einleitung
- 2. Wissenschaftskommunikation
- 3. Design-Based Research
- 4. DBR-Projekt: e-Portfolios in der Fremdsprachenlehrkräfteausbildung
- 5. DBR-Projekt: Reflexion des Designprozesses und seiner Ergebnisse
- 6. Abschluss
- Literatur
- Die Dokumentarische Methode in Dissertationsprojekten – Im engeren und weiteren Sinn (Alicia Damitsch und Freya Dehn)
- 1. Einleitung
- 2. Die Dokumentarische Methode
- 3. Die Dokumentarische Methode in Qualifikationsarbeiten
- 4. Herausforderungen und Chancen bei der Arbeit mit der Dokumentarischen Methode in Dissertationsprojekten
- 5. Fazit
- Literatur
- Teil 2 – Forschungsethik
- Forschungsethik als Prozessethik – Ethische Überlegungen als dauerhafte Begleitung des Forschungsprozesses (Katja Koch)
- 1. Einführung
- 2. Was nicht verhandelt werden kann: Forschungsethische Standards in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen
- 3. Worauf sich Sozialwissenschaftler*innen geeinigt haben: Forschungsethik als reflexive Praxis
- 4. Übergeordnete Leitplanken forschungsethischen Handelns
- 5. Wo noch Leerstellen bestehen: Forschungsethische Überlegungen zur Nutzung digitaler Tools und zum Transfer von Ergebnissen
- 6. Forschungsethik als permanenter Begleiter – Wie geht das praktisch?
- Literatur
- Anhang
- „Darf ich heute überspringen?“ – Ethical considerations on research with young multilingual learners in English language education (Hanna Lämsä-Schmidt)
- 1. Introduction
- 2. Research with multilingual children in applied linguistics
- 3. Ethical considerations in a classroom-based study
- 3.1 Preparing for and conceptualising research with children
- 3.2 Determining the research design and maintaining ethical conduct during data collection
- 4. Conclusion
- References
- Writing about research ethics – Reflections of a doctoral student (Paulette Birgitte van der Voet)
- 1. Introduction
- 2. The context I am working in—positionality
- 3. Previous research
- 4. Examples of writing research ethics in dissertations
- 5. Reflecting on writing my research ethics section(s)
- 5.1 Where to write about research ethics?
- 5.2 How to write about research ethics?
- 5.3 What is expected of me?
- 6. A meta-reflexive perspective on writing research ethics
- 7. Reflexive questions to ask while writing about research ethics
- 8. Concluding remarks
- References
- Teil 3 – Third Mission
- Wie publizieren? – Gemeinsames Nachdenken über Publikationsstrategien während des Promotionsprozesses und danach (Dominik Rumlich, Daniela Caspari, Frauke Matz und Claudia Riemer)
- 1. Einleitung
- 2. Worum geht es? Wissenschaftskommunikation und Third Mission
- 3. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten? Hochschulgesetze, Drittmittelfinanzierung, fachbereichsspezifische Promotionsordnungen
- 4. Welche Rolle können die Betreuer:innen einnehmen?
- 5. Mit einer monographischen oder kumulativen Dissertation promovieren?
- 5.1 Monographische Dissertation
- 5.2 Kumulative Dissertation
- 5.3 Weitere strategische Überlegungen
- 6. Wie/in welcher Form publizieren?
- 6.1 Erweiterung der digitalen Kommunikationsstrategien
- Open-Access-Plattformen und Repositorien
- Social Media und akademische Netzwerke
- Interaktive und multimediale Formate
- 6.2 Präsenz auf Konferenzen und in praxisbezogenen Formaten
- 6.3 Open Science
- 7. Was sind die Rahmenbedingungen und möglichen Ziele für die Planung des individuellen Publikationswegs? Zwischen Strategie und Offenheit
- 8. Schlussbetrachtung und Ausblick
- Literatur
- Verantwortung in der Wissenschaftskommunikation – Im Spannungsfeld zwischen Wissensvermittlung, strategischem Selbstmarketing und Edu Influencing (Jennifer Wengler)
- 1. Einleitung
- 2. Theoretische Rahmung
- 2.1 Wissenschaftskommunikation
- 2.2 Verantwortung
- 3. Verantwortung in der Wissenschaftskommunikation
- 3.1 Positive Aspekte der Wissenschaftskommunikation und ihre Verantwortungsrelata
- 3.2 Negative Aspekte der Wissenschaftskommunikation und ihre Verantwortungsrelata
- 4. Fazit
- Literatur
- Anhang
- Transfer in der Fremdsprachendidaktik – Aufgabe und Herausforderung (auch) für Promovierende (Helene Pachale)
- 1. Transfer – Ein weite(re)s Feld?
- 2. Bildungsbezogener Transfer als Grundlage disziplinspezifischer Transferstrategien
- 3. Die Handlungsfelder des bildungsbezogenen Transfers fremdsprachendidaktisch fokussiert
- 3.1 Bildungspraxis
- 3.2 Beratung der Bildungssteuerung
- 3.3 Innerwissenschaftlicher Austausch
- 3.4 Science Outreach und Wissenschaftskommunikation
- 4. Ein abschließender Blick auf die Promovierenden als Transfergestalter:innen
- Literatur
- Räume schaffen – Digitalisierungsbezogene Transferprozesse in der Fremdsprachendidaktik am Beispiel des Förderprogramms lernen:digital (Christiane Kallenbach)
- 1. Einleitung: Verantwortung der Wissenschaft
- 2. Transfer an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Bildungspraxis
- 2.1 Verständnis von Transfer bei lernen:digital
- 2.2 Anforderungen an die Entwicklung der Transferangebote in den Teilprojekten
- 3. Transferprojekte in der Fremdsprachendidaktik
- 3.1 Einen dritten Ort schaffen: Arbeit in Professionalisierungsnetzwerken
- 3.2 Einen geschützten Raum schaffen: Lehrkräfte fortbilden durch Unterrichtsmitschnitte
- 4. Fazit
- Literatur
- Autor*innenprofile
Zur Verantwortung in der fremdsprachendidaktischen Forschung Perspektiven für eine reflektierte Praxis
In einer zunehmend komplexen und globalisierten Welt ist die wissenschaftliche Gewinnung methodisch gesicherter Erkenntnisse verstärkt in die öffentlich-mediale Wahrnehmung gerückt, sodass das Thema Verantwortung in der Wissenschaft in nationalen wie internationalen Forschungsdiskursen lebhaft verhandelt und neu gedacht wird. Ergebnisse dieser Diskurse spiegeln sich dann beispielsweise wider in den Ansätzen einer internationalen Open-Science-Bewegung, in dem von der EU-Kommission geprägten Konzept Responsible Research and Innovation (RRI) (vgl. z. B. Robinson et al. 2021), in den Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG 2024) und den verschiedenen daran angelehnten Satzungen von Fachverbänden und Universitäten sowie in der Einrichtung universitärer Ethikkommissionen und Ombudsstellen.
Wissenschaftliche Integrität und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein sind angesichts ihrer vielfältigen Wirkungsbereiche auch für die Fremdsprachendidaktik von besonderer Bedeutung. Verantwortung ist dabei auf individueller, institutioneller und gesamtgesellschaftlicher Ebene zu denken und bewegt sich in einem Spannungsfeld von
- epistemischer Verantwortung bzgl. guter wissenschaftlicher Praxis und Transparenz (Forschungsmethodik),
- ethischer Verantwortung bzgl. des Forschungsprozesses und dessen Erkenntnissen (Forschungsethik) sowie
- gesellschaftlicher Verantwortung bzgl. möglicher Transfereffekte in unterschiedliche Bildungskontexte hinein (Third Mission).
Der vorliegende Sammelband entspringt dem Wunsch, die in diesem Spannungsfeld auftretenden Fragen und Perspektiven in Hinblick auf verantwortungsvolle Forschungspraktiken noch intensiver innerhalb unserer eigenen Disziplin zu diskutieren. Da er aus einer Sommerschule für Promovierende hervorgeht, richtet er seinen Fokus auf die spezifischen Herausforderungen von Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen.
Als Ausgangspunkt des Themas Verantwortung in der Fremdsprachenforschung dient eine Definition des Begriffs Verantwortung aus der Praktischen Philosophie: Stoecker (2024: 249) zufolge „[verbindet] [d]er Begriff der Verantwortung […] unsere Fähigkeit, als Handelnde Einfluss auf die Welt um uns herum zu nehmen, mit unserer sozialen Praxis, uns gemeinsam über Gründe auszutauschen und unser Tun wechselseitig zu bewerten“. Er betont, dass Verantwortung nur für etwas übernommen werden könne, was man selbst beeinflusst, beeinflusst hat oder beeinflussen könnte (ebd.). Verantwortung spiele sich überdies im Rahmen geltender Gesetze und Wertmaßstäbe ab und sei bis zu einem gewissen Grad an die Freiwilligkeit der durchgeführten oder durchzuführenden Handlung gekoppelt. Im Kern lasse sich Verantwortung also in folgender Relation zusammenfassen: „Eine Person ist für eine Handlung beziehungsweise Handlungsfolge hinsichtlich eines Wertmaßstabs verantwortlich.“ (ebd.).
Greifen wir diese Vorüberlegungen aus Perspektive der Fremdsprachenforschung auf, so ergeben sich für uns folgende Fragenkomplexe:
- Wie gelangen wir zu verantwortungsbewussten forschungsmethodologisch-methodischen Entscheidungen und Praktiken? Wie können wir als Fremdsprachenforschende dabei situations- und gegenstandsangemessen handeln?
- Was sind unsere Wertmaßstäbe – sowohl auf individueller als auch institutionell-struktureller Ebene? Wie interagieren wir als Forschungsbeteiligte auf angemessene Weise miteinander? Sind die Folgen unseres wissenschaftlichen Handelns für alle Beteiligten verantwortbar?
- Wie nehmen wir als Forschende Einfluss auf die Welt um uns herum? Wie kommunizieren wir die Beweggründe, Prozesse, Ergebnisse und möglichen Folgen unserer Forschung an andere? Wie leisten wir mit ihnen einen sinnvollen Beitrag für unsere Disziplin und die Gesellschaft?
Der vorliegende Sammelband gliedert sich entsprechend dieser drei Fragenkomplexe in die Teilbereiche Forschungsmethodik, Forschungsethik und Third Mission. Die darin jeweils versammelten Beiträge konzentrieren sich auf Themen und Herausforderungen, die für Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen von besonderer Relevanz sein können. Dazu gehören u. a. folgende Aspekte:
- Im Bereich der Forschungsmethodik liegen die Herausforderungen methodischer Selbstkontrolle nicht nur im Erlernen und Befolgen üblicher Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Sie entstehen gerade auch dort, wo es gilt, tradierte Forschungspraktiken auf ihre Relevanz für eine zeitgemäße Gewinnung methodisch gesicherter Erkenntnisse im Rahmen des eigenen Forschungsprojekts hin zu hinterfragen.
- Zu den forschungsethischen Herausforderungen gehören nicht nur der Umgang mit sensiblen Daten, mit individuellen Rechten und Bedürfnissen der Beforschten oder die Reflexion persönlicher Biases. Auch aus dem Abhängigkeitsverhältnis von ihren Betreuer*innen ergeben sich für Wissenschaftler*innen früher Karrierestufen immer wieder Reibungen und Fragen nach dem Maß und der ethisch angemessenen Realisierung der eigenen Verantwortlichkeit.
- Auch im Bereich von Third Mission steigen die Erwartungen an Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen. Forschungsergebnisse sollen nicht mehr ‚nur‘ auf den klassischen Publikationswegen innerhalb der eigenen Disziplin verbreitet werden, sondern möglichst auch über die Fach- und Universitätsgrenzen hinaus, z. B. in die Lehr- und Schulpraxis oder Bildungspolitik hinein, und dort Transferwirkungen entfalten.
In den folgenden Abschnitten werden Bedeutung und Entwicklungsstand der drei Dimensionen nochmal vertiefend aus fremdsprachendidaktischer Perspektive betrachtet; damit verbunden werden die jeweiligen Beiträge zum Sammelband vorgestellt.
Forschungsmethodik
Forschungsmethodologien und -methoden spielen eine entscheidende Rolle bei der Generierung neuen Wissens. Der Grad des verantwortungsbewussten Umgangs mit der Vielzahl forschungsmethodologischer wie -methodischer Entscheidungen, die im Laufe eines Forschungsprozesses zu fällen sind, hat erhebliche Auswirkungen auf die Qualität des Forschungsergebnisses – sowie auf die Außenwahrnehmung des gesamten Forschungsfelds.
Aufgrund der Komplexität ihres Forschungsgegenstands und ihres daraus resultierenden höchst interdisziplinären Charakters bedient sich die Fremdsprachenforschung unter Rückgriff auf die in ihren jeweiligen Bezugsdisziplinen etablierten Forschungsparadigmen eines vergleichsweise umfangreichen Spektrums an Forschungsmethodologien und -methoden (vgl. z. B. Caspari 2022: 12, King / Lai 2017: xiii). Nach Einschätzung der Herausgeberinnen hat sich in der historischen, theoretischen und empirischen Fremdsprachenforschung ein gut ausgeprägtes Bewusstsein für die Bedeutsamkeit wohldurchdachter methodologischer und methodischer Entscheidungen im Forschungsprozess entwickelt. Dies zeigt sich z. B. an der steigenden Zahl verfügbarer disziplinspezifischer Methodenhandbücher (z. B. Caspari et al. 2022, Mackey / Gass 2022), an den vielfältigen methodischen Qualifizierungsangeboten (z. B. DGFF-Sommerschulen, -Nachwuchstagungen, -Kollegs) oder auch an den auf Fachtagungen (z. B. DGFF-Kongressen) präsentierten Forschungsprojekten.
Für Forschende in frühen Karrierephasen besteht die Herausforderung darin, aus dem bereits etablierten Spektrum an Paradigmen, Ansätzen, Methoden und Interpretationsmöglichkeiten die für ihre Forschungsfrage relevanten herauszuarbeiten und an ihre Forschungsgegenstände anzupassen. Unter Umständen müssen dabei auch ganz neue Wege begangen werden, z. B. durch (Re-)Kombination von Methoden, (Weiter-)Entwicklung neuer methodischer Varianten oder kritische Hinterfragung bisheriger Forschungspraktiken. Dies ist meist kein einfacher, gradliniger Weg. Es sind permanent Abwägungen und Kompromisse auf theoretischer, methodologisch-methodischer oder forschungspraktischer Ebene notwendig. Diesen Entscheidungsprozess gilt es argumentativ einzuordnen und für Dritte transparent zu machen.
Für Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen kommt erschwerend hinzu, dass sich das Dickicht forschungsmethodischer Möglichkeiten beständig verdichtet und verändert. Durch gesellschaftlichen wie technologischen Wandel ändern sich Sprachlehr- und -lernkontexte und damit auch die im Rahmen der Fremdsprachenforschung verhandelten bzw. verhandelbaren Forschungsfragen. Dies betrifft nicht nur die Eröffnung neuer Forschungsfelder und Gegenstandsbereiche (z. B. Demokratiebildung, Social Justice Education, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Mehrsprachigkeit, Nutzung digitaler Medien und Sprachlerntools wie Gaming, VR/AR oder KI), sondern auch deren Forschungsmethoden und -instrumente (z. B. multimodale Text-/Diskurs- oder Korpusanalyse, Eyetracking-Verfahren, digitale Ethnographie).
Details
- Seiten
- 258
- Erscheinungsjahr
- 2026
- ISBN (PDF)
- 9783631945476
- ISBN (ePUB)
- 9783631945483
- ISBN (Hardcover)
- 9783631945469
- DOI
- 10.3726/b23726
- Open Access
- CC-BY
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 2026 (Oktober)
- Schlagworte
- Verantwortung Forschungsmethodik Methoden der Fremdsprachenforschung Forschungsethik Third Mission Transfer in die Gesellschaft Wissenschaftskommunikation Fremdsprachendidaktik Wissenschaftler*innen früher Karrierephasen Promotionsprojekte
- Erschienen
- Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. 258 S., 1 farb. Abb., 7 s/w Abb., 4 Tab.
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