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Humanität als Argument in der Geschichte des Strafvollzugs

1776–1871

von Marie Céline Weisser (Autor:in)
©2026 Dissertation XXIV, 426 Seiten

In Kürze verfügbar

Zusammenfassung

Als sich im 18. Jahrhundert die Freiheitsstrafe zunehmend anstelle der bis dato angewandten Leibes- und Lebensstrafen etablierte, zeigte sich ein grundlegendes Problem: Es fehlten die nötigen Kapazitäten und Strukturen, um diese neue Form der Strafe sinnvoll umzusetzen. Dadurch bestanden massive Missstände in Form von Überfüllung, Willkür und fehlender Trennung nach Alter oder Delikt, sodass menschenunwürdige Zustände im Widerspruch zu den humanitären Ideen der Aufklärung herrschten. Erste Forderungen nach einer grundlegenden Reform des Strafvollzugs wurden laut. Der Begriff der Humanität tauchte in den dazugehörigen historischen Diskursen immer wieder als Argument auf. Aber ging es den Reformern und Diskursteilnehmern dabei wirklich um menschenwürdige Haftbedingungen, oder wurde Humanität vielmehr als Deckmantel genutzt, um andere, etwa wirtschaftliche oder disziplinarische Ziele zu rechtfertigen?

Details

Seiten
XXIV, 426
Erscheinungsjahr
2026
ISBN (Paperback)
9783631948132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Disziplinierung Panoptikum Schweigegebot Einzelhaft Isolationshaft Silent System Solitary System Zellengefängnis Moabit Männerzuchtanstalt Bruchsal Petonville Eastern-State Penitentiary Strafvollzug Humanität Spezialpräventionstheorie Resozialisierung Gefangenenarbeit
Erschienen
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. xxiv, 426 S., 1 Tab.
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Marie Céline Weisser (Autor:in)

Marie Céline Weisser stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet und studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, an der sie nach ihrem ersten Staatsexamen auch promovierte. Seit dem Abschluss des zweiten Staatsexamens lebt und arbeitet sie in Hessen.

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Titel: Humanität als Argument in der Geschichte des Strafvollzugs